Keine Einschränkungen durch Schiene
Lahm besteht Härtetest

Härtetest bestanden: Nur 16 Tage nach seiner Ellbogen-Operation hat Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm ein beeindruckendes Blitz-Comeback gefeiert und sich für die Startformation im WM-Eröffnungsspiel gegen Costa Rica zurückgemeldet.

HB MÖNCHENGLADBACH. Bei der WM-Generalprobe am Freitagabend gegen Kolumbien wirkte der Linksverteidiger trotz der auffällig dicken Bandage am linken Arm keineswegs gehemmt, im Gegenteil: Immer wieder schaltete sich der ständig anspielbereite 22-Jährige in die Offensive ein und zeigte im Defensivspiel eine abgeklärte Vorstellung. "Ich bin ganz zuversichtlich. Es war wichtig, heute einen Einsatz zu bekommen", sagte Lahm nach dem Spiel.

Schon nach einer Minute und 15 Sekunden drang der Profi des FC Bayern München mit einem Dribbling in den kolumbianischen Strafraum ein - und hatte die Zweifel über seine Einsatzfähigkeit damit schnell beseitigt. "Ich muss den Kopf frei bekommen", hatte Lahm vor der Partie gesagt und den Einsatz gegen die Südamerikaner deshalb für notwendig erachtet. Sichtbare Schwierigkeiten hatte er keine. Ein Einsatz gegen Costa Rica scheint nicht gefährdet. "Ich gehe davon aus. Es ist ja noch eine Woche hin", sagte Lahm.

Auch die erste Schrecksekunde, einen Sturz nach einer Attacke von Jairo Patino, überstand der 1,70 Meter kleine Verteidiger unbeschadet. Danach blieb Lahm zwar kurz mit gebeugtem Oberkörper stehen. Doch er richtete nur seine Stutzen und ging unverändert souverän seiner Tätigkeit nach. Erst in der 86. Minute wurde er durch Thomas Hitzlsperger ersetzt.

Als sich Lahm am 16. Mai im Freundschaftsspiel gegen den FSV Luckenwalde Band und Sehne im linken Arm verletzt hatte, war an ein solches Comeback nicht zu denken. "Zuerst hatte ich das Gefühl, alles sei gebrochen", sagte Lahm, der einen Tag nach dem Unfall operiert wurde und schon drei Tage später mit einer Gipsschiene wieder trainierte.

Seit wenigen Tagen trägt der WM-Debütant eine maßangefertigte Spezial-Schiene mit Leder-Riemen und Metall-Gelenk, die vor jedem Spiel vom Schiedsrichter neu genehmigt werden muss. Trotz des bestandenen Eignungstests für ihn und den Schutz bleibt für den Linksverteidiger, der den Arm wegen der Manschette nur im Winkel von 30 bis 90 Grad beugen kann, ein Rest-Risiko. "Ich darf nicht auf die ausgestreckte Hand fallen. Deshalb haben wir geübt, wie ich das vermeide", sagte Lahm, der sich bei seinem Sturz in der 27. Minute auch so über den Unterarm abrollte.

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