„Keine Kurzschlussreaktion“ Abstiegsschock sitzt bei Fortuna tief

Darauf war kein Fortune vorbereitet: Am letzten Spieltag rutscht Düsseldorf erstmals auf einen Abstiegsplatz und muss zurück in Liga 2. Wie es weiter geht, ist unklar. Das Drama lässt hunderte Fortuna-Anhänger ausrasten.
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Fortunas Torwart Fabian Giefer trauert: Nachdem er nach einer famosen ersten Halbserie schon von größeren Clubs träumte, patzte er zuletzt immer öfter. Quelle: dpa

Fortunas Torwart Fabian Giefer trauert: Nachdem er nach einer famosen ersten Halbserie schon von größeren Clubs träumte, patzte er zuletzt immer öfter.

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HannoverDie Tränen nach dem fünften Abstieg aus der Fußball-Bundesliga waren bei den Spielern noch nicht getrocknet, da platzte Fortuna Düsseldorfs Manager bei der Frage nach der Zukunft der Kragen. Mit möglichen personellen Konsequenzen will sich die in der Rückrunde so glücklose Fortuna in Ruhe beschäftigen, wie Wolf Werner deutlich zum Ausdruck brachte: „Sie brauchen aber keine personellen Fragen zu stellen. Wir werden uns sicherlich auch damit auseinandersetzen und uns über die Rückrunde unterhalten. Aber drei Minuten nach dem Abpfiff beantworte ich diesen Scheiß nicht.“

Sachlicher machte Fortuna-Boss Peter Frymuth nach dem 0:3 in Hannover klar, dass Norbert Meier trotz des zwölften sieglosen Spiels in Serie, nur neun Pünktchen in der Rückrunde und dem daraus resultierenden fünften Bundesliga-Abstieg des Clubs vorerst Trainer bleibt. „Norbert Meier hat einen Vertrag bis 2014. Wir haben nicht vor, heute oder morgen - so wie das ja bereits spekuliert wurde - eine andere Entscheidung zu treffen“, bekräftigte Club-Präsident Frymuth: „Es wird keine Kurzschlussreaktion geben.“

Bereits vor dem Saisonfinale war Meier in einigen Düsseldorfer Medien arg kritisiert und über dessen Ablösung für den Fall der Relegation spekuliert worden. Verständlich, dass nun, da die Fortuna gar direkt nach nur einem Jahr wieder zurück in die 2. Liga muss, nach Meier gefragt wurde. „Das ist normal. Das habe ich unseren sportlich Verantwortlichen auch gesagt: Wenn ihr in der Rückrunde nur neun Punkte holt, dann müsst ihr auch damit leben, dass darüber diskutiert und geschrieben und auch kritisiert wird“, bekannte auch Frymuth, der das „Unfassbare“ (Werner) nun aber erstmal „zwei, drei Tage“ sacken lassen und dann mit Werner und Meier analysieren will.

Der Trainer selbst bekräftigte, seinen Vertrag auch in der 2. Liga trotz seines ersten Abstiegs überhaupt erfüllen zu wollen: „Fortuna ist für viele mehr als ein Fußballverein. Wenn man die Fans hier heute wieder erlebt hat, da kommt so etwas nicht im Ansatz infrage.“

Im Team stimmte es nicht mehr
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10 Kommentare zu "„Keine Kurzschlussreaktion“: Abstiegsschock sitzt bei Fortuna tief"

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  • ja dafür bin ich nicht so geeignet.

  • wenn Franz ein Kölner ist, dann würde er sich ganz schön weit aus dem Fenster hängen.

  • Bei allem Respekt: Gut, dass Sie kein Sportreporter geworden sind. :)

  • Sportschau-Gucker. Geh mal ins Stadion! Und pluster Dich nicht so auf. :)

  • Die 1.Liga funktioniert eigentlich ganz einfach:
    (1) Die Internationalen. Allen voran FCB, mit Perspektivkandidat BVB. Diese können ihre Ersatzbank in der Bundesliga spielen lassen, und es würde sich kaum was ändern.
    (2) Diejenigen die auf eine Schwächephase oben warten. Das sind Leverkusen und Schalke. Gegen die muss FCB und BVB schon die A-Elf auflaufen lassen. Das Manko von Leverkusen ist, dass sie so geduldig sind, dass sie nicht wahrnehmbar sind. Und Schalke ist dagegen einfach zu ungeduldig.
    (3) Der große Rest mit Basisqualität. Zum Beispiel HSV, West-Peine, Stuttgart, Gladbach, usw usw. Die können alle Mio.-Gehälter zahlen und eine gewisse Basisqualität auf den Platz stellen. In Wirklichkeit können sie sich nicht alles leisten, müssen Spieler abgeben, komische Finanzierungsquellen suchen, und können keine mehrjährige Durststrecke ohne Europa-Cup-Quali oder Transfererlöse durchhalten.
    (4) Wir haben kein Geld. Das sind entweder klare Abstiegskandidaten oder Überraschungsboxen. Aber gemeinsam haben sie alle keine Kohle und 40-Punkte als Saisonziel.

    kleiner Check
    Fürth -> 4 -> Abstieg
    Düsseldorf -> 4 -> Abstieg
    Augsburg -> 4 -> Fastabstieg
    Mainz -> 4 -> Die 40-Punkte Marke
    Freiburg -> 4 -> Europa-Cup

    Jaja mit Geld kann man sich kein Erfolg kaufen, aber ohne Geld auch nicht ;) Aber eine Überraschungsbox von Fünfe ist doch ganz ok.


    Zur neuen Saison:
    - Hertha soll ein Spieleretat mit ca. 25 Mio in die nächste Saison gehen (hört man so), und wird damit wohl am unteren Ende der Kategorie 3 ("Der große Rest mit Basisqualität") einkaufen. Ich schätze dass die noch ein Etat-Upgrade aus den Hut zaubern.
    - Die gemunkelten ca. 15 Mio beim BTSV sind ein ganz klares "Saisonziel 40 Punkte".
    - Ebenso die spekulierten ca. 17 Mio bei Lautern sind eine klare Kategorie 4 (Ich gehe davon aus, dass der FCK die Relegation klar gewinnt)

    Netto ändert sich dann wohl nicht viel in der 1.Liga.

  • Ich denke, dass man nicht alzu hart ins Gericht mit F95 gehen sollte.

    Meiner Meinung gingen nach dem Aufstieg aus der 2.Liga einfach zu viele Spieler (z.B. Beister an HSV, Bröker an Köln) oder hörten einfach auf (z.B. Rössler). Mit sovielen Abgängen und so vielen Zugängen, war das ein ganz schön großer Bruch. Salopp gesagt wurde ein seit Jahren eingespieltes Team aufgelöst und ein neues installiert. Da kann man sich fragen, ob das Management Schuld gewesen sei. Aber ich denke, dass Düsseldorfs Management sich einfach nur an die Wahrheit in der Vereinskasse gehalten hat, und sich halt nur hohes Risiko leisten konnte.

    Ich finde es nicht gut, wenn ich von "unsympathischsten Team" lese. Wenn eine Mannschaft einfach nicht spielerisch mehr zu bieten hat, heißt das ja noch lange nicht, dass es alles unsympathische Menschen sind die Däumchendrehend auf 50% fahren (Ich habe da andere Ansichten wie der gemeine Erfolgsfan aus Süddeutschland). Ich könnte mich eher fremdschämen, wenn ich mit Qualität bestückte Ensembles (nicht Teams) wie HSV oder Wolfsburg sehe die trotzdem nichts gebacken bekommen.

  • Fortuna Düsseldorf hat sich als eines der unsympathischsten Teams der Liga präsentiert. In der Hinrunde dazu noch scheusslich anzusehenden Mauerfussball.

    Ich hätte lieber den Retortenclub Hoffenheim als direkten Absteiger gesehen, aber man muss auch anerkennen, dass Düsseldorf ausser an 3-4 Spieltagen nicht bundesligatauglich war und somit zurecht absteigt.

    Man kann sich auf Braunschweig und Hertha freuen während Düsseldorf sich wieder mit Teams auf Augenhöhe aus Ingolstadt, Paderborn und Aue messen darf.

  • Ah, ein Kölner!

  • Lieber Franz. Lies mal den Einführungstext zu den "Trollen. Ich glaube, Deinen Tagesfrust solltest Du besser nicht an einer solchen Stelle abladen. Ein bisschen Deutsch und psychologische Hilfe bekommst Du bei jedem Allgemeinarzt oder beim Sozialdienst. Aber mit Fussball hast Du offensichtlich nichts am Hut.

  • .........dieser Verein hat überhaupt keine Chance Leistungssport alla Bundesliga abzuliefern. Ja, was können die am Besten? Partie feiern in der Altstadt, saufen und fressen bis die Lichter ausgehen. Keine Chace also? Nein, keine.
    Haben sie doch die längste Biertheke der Welt, damit rühmen sich.

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