Keine Soldaten in deutschen Stadien: NRW-Innenminister Wolf zwischen Fun und Sicherheit

Keine Soldaten in deutschen Stadien
NRW-Innenminister Wolf zwischen Fun und Sicherheit

"Wir wollen keine Soldaten in den Stadien und keine Panzer an den Bahnhöfen, sondern fröhliche Spiele", äußerte sich NRW-Innenminister Ingo Wolf zur Sicherheitsdiskussion rund um die Weltmeisterschaft in Deutschland.

Auf der einen Seite soll die Weltmeisterschaft in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) ein fröhliches Fußballfest werden und auf der anderen Seite muss für die Sicherheit jedes einzelnen Besuchers gesorgt werden. Laut NRW-Innenminister Ingo Wolf gilt es diese Grätsche zwischen Fun und Sicherheit zu meistern. "Wir wollen keine Soldaten in den Stadien und keine Panzer an den Bahnhöfen, sondern fröhliche Spiele. Dennoch müssen wir die Sicherheit der Besucher gewährleisten", erklärte Wolf im Anschluss an eine Gesprächsrunde mit DFB-Präsident Theo Zwanziger und Vertretern der WM-Städte Dortmund, Köln und Gelsenkirchen in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Eine Übernahme von Polizeiarbeit durch Bundeswehrkräfte schloss der Innenminister aus.

Zentraler Punkt des Gesprächs waren die Sicherheitsvorkehrungen an den 16 größten sogenannten Public-Viewing-Standorten. "Wir wollen alkoholisierten und randalierenden Hooligans keine Chance geben", erklärte Wolf. Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma bestätigte, dass die Sicherheitsanforderungen an die öffentlichen Übertragungen um "Einzäunungen, Videoüberwachungen, Kontrollen und teilweise Alkoholverbote" ergänzt wurden. Der jeweilige Risiko-Status einer Übertragung soll aber erst kurzfristig festgelegt werden.

Keinerlei Sorgen macht sich Oliver Wittke, NRW-Minister für Verkehr und Bauen, dagegen um die Sicherheit der Fans in den Arenen. "Alle Stadien in Nordrhein-Westfalen sind in einem Top-Zustand. Es ist alles im grünen Bereich", erklärte Wittke und kritisierte die Untersuchungen der Stiftung Warentest: "Drei Stadien auf fünf Seiten abgehandelt - die Studie war sehr dürftig und flach."

DFB-Präsident Zwanziger lobte die Arbeit der WM-Organisatoren des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes, in dem 16 von insgesamt 64 Spielen ausgetragen werden. "Ich kann sagen, dass wir mit der Entwicklung der WM-Organisation sehr zufrieden sind, auch was die Infrastruktur betrifft." Wolf ergänzte: "Uns ist bisher eine Punktlandung gelungen, was die Vorbereitungszeit angeht."

© SID

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