Keine überzeugende Partie der „Three Lions“
Engländer mühen sich zum knappen Sieg

Ein mühevoller und glücklicher Sieg hat den Engländern einen guten Start in die Weltmeisterschaft beschert: Die Elf von Trainer Sven-Göran Eriksson gewann ihr Auftaktspiel in der Gruppe B am Samstagnachmittag in Frankfurt gegen Paraguay mit 1:0. Paraguays Kapitän Carlos Gamarra hatte einen Freistoß bereits in der 3. Minute ins eigene Tor geköpft.

HB Frankfurt. Die Engländer hatten das über weite Phasen mittelmäßige Spiel und die schwachen Paraguayer zwar immer im Griff, drängten ihrerseits aber nicht genügend auf das zweite Tor. "Das erste Spiel ist immer besonders schwer, deshalb bin ich froh, dass wir gewonnen haben", sagte der Schwede Eriksson nach dem Spiel. In den ersten 40 bis 45 Minuten hätte sein Team gut gespielt, "danach waren wir zu langsam." Er wisse, sagte Eriksson, dass seine Mannschaft besser spielen müsse, wenn sie Weltmeister werden wolle. "Aber wird werden besser spielen", fügte er hinzu.

Der Uruguayer Anibal Ruiz, 63-jähriger Trainer von Paraguay kommentierte die Vorstellung seines Teams mit den Worten: " Wir haben die Engländer ganz gut kontrollieren können. Das ist Motivation für die nächsten Spiele."

Doch es war wohl eher anders herum, die Engländer kontrollierten die Südamerikaner - von Beginn an. Und bereits nach drei Minutenwar der Traumstart für die Briten perfekt: Beckham tritt einen Freistoß von der linken Seite, etwa aus 30 Metern. Der unglückliche Abwehrchef Carlos Gamarra köpft den Ball ins eigene Tor. Es steht 1:0 für die Elf von Eriksson! Nur eine Minute später der nächste Rückschlag für Paraguay: Torwart Justo Villar rettet an der Strafraumgrenze gegen Owen und verletzt sich dabei. Ruiz, der später sagt, Villar falle zwei bis drei Wochen aus, wechselt den Torwart aus, für ihn kommt Aldo Bobadilla ins Spiel.

Das frühe Gegentor verunsichert die Spieler von Paraguay sichtlich. Bobadilla ist gerade erst ein paar Minuten im Spiel, da muss er schon das erste Mal eingreifen. Wieder macht Kapitän Gamarra einen Fehler: Seine verunglückte Kopfballrückgabe lenkt Bobadilla mit einem Hechtsprung zur Ecke (8.). Nur zwei Minuten später die nächste brenzlige Situation im Strafraum der Südamerikaner. Der mexikanische Schiedsrichter entscheidet auf indirekten Freistoß für die Engländer nach einer zweifelhaften Rückgabe. Der Schuss von Frank Lampard aus 15 Metern landet jedoch in der Mauer von Paraguay.

Doch trotz dieser beiden glücklich zu Stande gekommenen Szenen - die Engländer nutzen die Verunsicherung der Paraguayer nicht konsequent genug aus. Sie kontrollieren zwar die Partie, vernachlässigen aber nach dem Führungstreffer viele Minuten lang den Angriff. Dabei wird es immer dann gefährlich, wenn die Elf von Eriksson mal schnell und direkt spielt. So wie in der 31. Minute als sich Ashley Cole auf der linken Seite gegen zwei Gegenspieler durchsetzt, auf Gerrard passt, der von der Strafraumgrenze aber über das Tor schießt.

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