Keine Zweifel an WM-Mission
Zwanziger will von Krise nichts wissen

DFB-Präsident Theo Zwanziger sieht nach der 1:4- Blamage im Länderspiel in Italien keinen Grund für ein Krisen-Management. Er sei "nach wie vor überzeugt davon", dass der Bundestrainer die junge deutsche Nationalmannschaft für die Heim-Weltmeisterschaft in weniger als 100 Tagen fit bekommt.

HB FLORENZ. "Es gibt zu der jungen Mannschaft keine Alternative, damit muss man leben. Entscheidend ist, dass wir am 9. Juni beim ersten WM-Spiel gegen Costa Rica präsent sind", betonte der DFB-Chef am Donnerstag vor dem Abflug aus Florenz.

Ein Krisengespräch mit Klinsmann sei nicht nötig, machte der DFB - Präsident deutlich, der in der Nacht nur kurz mit der sportlichen Leitung gesprochen und am Morgen danach mit Klinsmann gefrühstückt hatte. "Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass er seine Aufgabe jede Sekunde ernst nimmt", erklärte Zwanziger in Richtung Bundestrainer.

Zwar ordnete Zwanziger das 1:4 als "schwache Stunde des deutschen Fußballs" ein, doch sagte er klar: "Das ändert überhaupt nichts an der Vorbereitung." Mit dem 1:5 in Rumänien vor der EM 2004, als die Elf des damaligen Teamchefs Rudi Völler erste Auflösungserscheinungen gezeigt hatte, sei die deutliche Niederlage nicht zu vergleichen. "Das haben mir in zahlreichen Gesprächen die Spieler bestätigt", sagte Zwanziger.

Dass die Zeit bis zur WM zu kurz sei, um alle Unzulänglichkeiten auszuräumen und ein wettkampffähiges Team ins WM-Turnier zu schicken, glaubt Zwanziger nicht: "In Frankreich haben wir doch gut gespielt, jetzt hat uns Italien halt abgefangen." Ein Turnier sei zudem immer etwas anders als Testspiele. Zwanziger untermauerte sein Vertrauen in Klinsmann: "Er wird das tun, was notwendig ist, und sich sicherlich jetzt auch der Öffentlichkeit stellen."

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