Kevin-Prince Boateng
Zu viel gewollt

Der Schalker Fußballprofi Kevin-Prince Boateng weiß genau, was er will. Manchmal ist das aber zu viel. Der Wechsel zu Sporting Lissabon ist geplatzt.
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Düsseldorf Bei seiner Verpflichtung vor nunmehr zwei Jahren wurde Kevin-Prince Boateng, 28, als „Leuchtturm“ für die Schalker Mannschaft gepriesen. Als ein Spieler, der den Verein anführen, voranbringen kann. Heute will der Klub den vermeintlichen Unruhestifter, den früheren Star des AC Mailand, nur noch loswerden. Doch irgendwie klappt es nicht.

Denn der deutsch-ghanaische Fußballprofi weiß, was er will. Manchmal eben zu viel. Der Wechsel nach Lissabon ist geplatzt, so viel ist mittlerweile klar. Man habe im Bereich der Bildrechte keine Einigung erzielen können, teilte der portugiesische Pokalsieger mit. Und: Man wünsche Boateng für die Zukunft alles Gute, hieß es im Kommuniqué weiter.

Bei Verhandlungen über sogenannte Image- oder Bildrechte geht es darum, zu welchem Anteil der Verein, der Profi oder auch Dritte jeweils die Präsenz eines Fußballers in den Medien vermarkten dürfen. Im Normalfall unterschreibt der Fußballprofi einen Arbeitsvertrag, in dem steht, dass der Verein den Spieler vermarktet. Heißt: Dieser stellt sich für Autogrammstunden, Interviews und andere Werbemaßnahmen zur Verfügung – ohne zusätzliche Vergütung. Die individuelle Vermarktung des Spielers erfolgt nur in Absprache mit dem Verein.

Dass es ein Spieler schafft, sich diesen Regeln zu widersetzen und eigene aufzustellen, ist eher selten. Im Gegenteil: Ein Profi, der darauf beharrt, sich komplett eigenständig vermarkten zu dürfen, muss von einem Verein unbedingt gewollt sein, berichten Experten. Sonst käme ein Transfer eben nicht zustande. Denn die Teilhabe eines Klubs an den Werbeerlösen seiner Spieler ist ein wichtiger wirtschaftlicher Baustein für den Klub – nach dem sich auch der Wert eines Spielers richtet. Einer, der es geschafft hat, seine eigenen Regeln aufzustellen, ist Christiano Ronaldo: Im Juni dieses Jahres hatte Milliardär Peter Lim aus Singapur - der auch Besitzer des FC Valencia ist - die Bildrechte des Real-Madrid-Stars für sechs Jahre erworben.

Welche Forderungen Boateng diesbezüglich gestellt hat, und welche Sporting Lissabon, ist nicht bekannt. Der ghanaische Nationalspieler Boateng sollte verschiedenen Medienberichten zufolge auf Leihbasis nach Portugal wechseln. Er hatte sich in Lissabon bereits dem obligatorischen Medizin-Check unterzogen. Nun soll Boateng angeblich vor einem Wechsel in die Türkei stehen - der Klub ist allerdings noch nicht bekannt.

Kommentare zu " Kevin-Prince Boateng : Zu viel gewollt"

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  • Sehr geehrter Herr Lakotta, den Fehler bitten wir zu entschuldigen. Das Bild wurde bereits ausgetauscht. Viele Grüße aus der Redaktion.

  • Liebes Handelsblatt, auf dem Bild ist Erik Maxim Coupo-Moting zu sehen, nicht Kevin Prince Boateng. Ein bisschen Recherche zu einem Spieler über den berichtet wird, sollte möglich sein.

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