Klasnic geperrt
Tormaschine trifft auf Abteilung Attacke

Werder Bremen spielt heute Abend in der Champions League bei Udinese Calcio. Für Spannung ist gesorgt: Beide Vereine suchen ihr Heil im Angriff und müssen punkten. Die Hanseaten gehen aber mit einer schweren Hypothek ins Spiel: Ihr unter dem Kürzel „K&K“ bekannter Zaubersturm ist gesprengt.

BREMEN. Catenaccio heißt das berühmte italienische Zauberwort, das vor über dreißig Jahren die Fußball-Welt revolutionierte und Defensiv-Fußball zur obersten Maxime erhob. Grundregel: Ein destruktives 1:0 ist besser als ein offensivfreudiges 3:3. Doch wenn der SV Werder Bremen heute in der Heimat des Catenaccio zum Champions-League-Spiel bei Udinese Calcio antritt, ist taktisches Geplänkel Makulatur.

Die Gäste von der Weser stehen nach bisher null Punkten im dritten Vorrunden-Spiel mit dem Rücken zur Wand. Auch Udine, einmal bisher erfolgreich, ist zum Sturmlauf verdammt. „Wir müssen punkten, im Rückspiel dann auf Sieg spielen“, fordert Bremens Sportdirektor Klaus Allofs.

Beide Teams zeichnen sich durch Angriffs-Fußball aus. In ihren Reihen stehen Stürmer, die jedem Coach europäischer Spitzenvereine mittlerweile ein Begriff sein sollten. Der bekannteste ist sicherlich der Bremer Miroslav Klose. Nach zweiwöchiger Grippe kam er zurück ins Team und erzielte in der Bundesliga am Wochenende gegen den 1. FC Kaiserslautern gleich drei Tore. „Kinderspiel“, dachte sein kongenialer Partner Ivan Klasnic, soeben Gruppenerster in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft mit Kroatien geworden, und legte zwei Tore nach. Zusammen hat der Traumsturm nach nur neun Spieltagen bereits rekordverdächtige 18 Treffer erzielt.

So könnte es ein schlechtes Omen für die Bremer sein, dass Klasnic ausgerechnet für das Spiel gegen Udine gesperrt ist. Doch Allofs verkündet: „Wir haben noch einen Spitzenstürmer.“ Gemeint ist Nelson Valdez, der Paraguay jüngst zur WM schoss, und stets mit wichtigen Toren als Werder-Angreifer Nummer drei zur Stelle ist. Doch sein Sturmpartner in Udine, Klose, warnt vor einer erneuten Pleite in der Königsklasse: „Wir müssen hinten kompakt stehen.“

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