Kleiderordnung für WM 2006
Fifa will Vereins-Trikots bei der WM verbieten

Weil Vereins-Trikots über Werbeaufdrucke verfügen, die nicht von exklusiven Fifa-WM Partnern stammen, will die Fifa das tragen der Fan-Kleidung während der Weltmeisterschaft verbieten lassen.

Der Regulierungswahn der Fifa nimmt immer groteskere Formen an. Nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" will der Fußball-Weltverband den Fans untersagen, WM-Spiele in den Trikots ihrer Lieblings-Mannschaften zu verfolgen. Wird dies beschlossen, müsste auch der Eintracht-Fan im kommenden Jahr sein Trikot auf links drehen, wenn er in einem offiziellen "Fifa WM-Stadion" sitzt. Oder er verzichtet gleich ganz darauf.

Die Fifa beruft sich auf das exklusive Werberecht ihrer 21 offiziellen Sponsoren. Da Vereinstrikots unter Umständen mit fremden Sponsoren bestückt sind, könnte dies nach Ansicht der Fifa die Exklusivität gefährden. "Wir müssen Verträge einhalten", sagte Kurt Krägel, Chef der Hamburger AOL Arena und Leiter der dortigen WM-OK-Außenstelle.

Nach dem Confederations Cup wird über ein mögliches Verbot von Fanartikeln mit Fremdsponsoren diskutiert. Auf 1,6 Milliarden Euro schätzt die Fifa den Gewinn des Großereignisses. Fast die Hälfte erwirtschaften die 15 internationalen und sechs nationalen Förderer. Anbieter von Konkurrenzmarken sollen durch eine "Bannmeile" aus dem WM-Umfeld fern gehalten werden.

Der Weltverband rechtfertigt seine Maßnahmen indirekt mit der bereits erprobten Vorgehensweise bei der WM 2002 in Japan und Südkorea. Dort wurden 1900 Fälle von inoffizieller Werbung registriert. Es kam zu 200 Strafverfahren, 3,1 Millionen Produkte wurden zerstört oder beschlagnahmt.

Vergangene Woche sorgte die Fifa bereits für Aufregung, als sie gedroht hatte, Hamburg als WM-Spielort zu streichen, falls der Stadion-Sponsor AOL seine Werbekampagne nicht einstellen würde. Das Unternehmen besitzt zwar die Namensrechte an der HSV-Arena, ist jedoch kein offizieller Fifa-Sponsor. Ganz gleich, welche Sponsoring-Maßnahmen noch beschlossen werden, der Unmut der Fans dürfte nicht weniger werden.

Quelle: News

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