Kleine Panne vor dem Spiel gegen Australien
Deutsches „Geheimtraining“ live im Stadion-TV

Nachdem Jürgen Klinsmann am Dienstagabend beim Abschlusstraining die Commerzbank-Arena hatte räumen lassen, wähnte er sich alleine mit seinen Kickern. Doch während die Nationalspieler die letzten taktischen Finessen studierten, blieben sie nicht unbeobachtet.

HB FRANKFURT/MAIN. So hatte sich Jürgen Klinsmann das wohl nicht vorgestellt. Obwohl der Bundestrainer am Dienstagabend die Frankfurter Commerzbank-Arena beim Abschlusstraining der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für das Eröffnungsspiel des Confederations Cups gegen Australien nach 20 Minuten räumen ließ, blieben die "geheimen" Übungen im Anschluss keineswegs unbeobachtet. Die Reporter, die lediglich beim Aufwärmen am Spielfeldrand zuschauen durften, freuten sich im Pressezentrum über Live-Bilder im Stadion-TV. Dort war zum Beispiel zu sehen, wie Kapitän Michael Ballack und Co. in zwei Gruppen Torschuss-Übungen machten und der Berliner Arne Friedrich rechts in der Viererkette getestet wurde.

Im Stadion war die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) generalstabsmäßig durchgeführte Räumung dagegen erfolgreicher abgelaufen. Zwei Mal wurden die rund 400 Beobachter, darunter neben Reportern, Kameramännern und Fotografen auch Stadion-Arbeiter und freiwillige Helfer, über Lautsprecher zum Verlassen des Innenraums aufgefordert. Ordner liefen zudem anschließend die Tribünen ab und verscheuchten auch die weiterhin selbstbewusst Ausharrenden. Klinsmann nutzt beim Confed-Cup die vom Fußball-Weltverband (FIFA) angebotene Möglichkeit, die Medien beim Abschlusstraining lediglich während der ersten Viertelstunde zuschauen zu lassen. Für Fans ist während der Vorrunde sogar überhaupt kein öffentliches Training der deutschen Mannschaft vorgesehen.

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