Kleine Tscheche besiegt die USA im Alleingang
Tomas Rosicky Superstar

Bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Borussia Dortmund konnte Tomas Rosicky in der abgelaufenen Saison nur selten überzeugen. Ganz anders dagegen präsentiert er sich regelmäßig im Nationaltrikot der Tschechen.

HB GELSENKIRCHEN. Tschechien hat mit einem souverän herausgespielten 3:0 (2:0)-Sieg über die Auswahl der USA im ersten WM-Spiel seit 16 Jahren die Träume vom historischen ersten Titelgewinn bei einer WM genährt. Allerdings bezahlte das Team von Trainer Karel Brückner den Auftakterfolg in der Gelsenkirchener WM-Arena gegen unerwartet harmlose Amerikaner teuer: Sturmführer Jan Koller, der nach fünf Minuten die wichtige Führung erzielt hatte, musste kurz vor dem Wechsel zunächst mit Verdacht auf eine Muskelverletzung vom Platz getragen werden.

Ein Schock für die Tschechen, der die Freude über den wichtigen Sieg in dem im Vorfeld von beiden Teams als Schlüsselspiel bezeichneten Spiel stark trübte. Umso mehr, als der Zwei-Meter-Mann gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen war.

"Jan zu verlieren, ist ein zu hoher Preis", so Mittelfeld-As Tomas Rosicky, der noch nicht wissen konnte, dass die Verletzung wohl doch weniger schlimm ist, als zunächst vermutet. Koller selbst jedenfalls hofft darauf, "wenigstens in der dritten Vorrunden-Partie wieder spielen zu können".

Coach Karel Brückner konnte sich dann auch schon wieder freuen. "Ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Sie waren alle sehr diszipliniert, sehr gut im Spielaufbau und sehr gut in der Defensive", lobte Brückner sein Team. "Es war eines der besten Spiele, das wir je gemacht haben."

Tatsächlich waren die Mannen um das kongeniale Mittelfeld-Duo Rosicky/Nedved jederzeit Herr der Lage gegen die schwachen US-Boys. Tomas Rosicky, der im Vergleich zu seinen Leistungen bei Borussia Dortmund in der Nationalmannschaft regelmäßig aufblüht, traf zunächst aus 25 Metern zum 2:0. Und eine Viertelstunde vor Ende krönte der in der kommenden Saison für Arsenal London spielende Rosicky seine Glanzleistung mit einem weiteren Treffer: Elegant netzte der tschechische Superstar zum 3:0-Endstand ein.

Marc Renner  Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
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