Kleiner Hoffnungsschimmer bleibt
Scholl muss Comeback bei WM wohl abhaken

Die Fans fordern ihn und auch Experten sind sich einig, dass Mehmet Scholl bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land im Kader der DFB-Auswahl stehen muss. Bundestrainer Jürgen Klinsmann aber reagierte sehr verhalten.

Die Diskussionen um eine Rückkehr vom Mehmet Scholl in die deutsche Nationalmannschaft ebben nicht ab. Nachdem Experten und viele Fans in den vergangenen Tagen ein Comeback des 35-Jährigen bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land (9. Juni bis 9. Juli) forderten, reagierte Bundestrainer Jürgen Klinsmann sehr verhalten und machte dem 35-Jährigen somit wenig Hoffnung auf eine Rückkehr ins Dress des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

"Wir freuen uns über Mehmets gelungene Auftritte beim FC Bayern in den letzten Wochen. Aber unser Hauptaugenmerk gilt den Spielern, die im engeren Kreis von 28 bis 30 Leuten sind, und diese haben einfach Priorität", sagte Klinsmann dem Sportmagazin Kicker.

Kleiner Hoffnungsschimmer bleibt

Völlig ausschließen wollte der Bundestrainer eine WM-Nominierung des 36-maligen Nationalspielers jedoch nicht. Man wisse nie, was sich durch Verletzungen und Engpässe entwickeln könne. "Wir haben ein Auge auf alle möglichen Varianten", sagte Klinsmann.

Eine Aktion zweier Freiburger Studenten im Internet hatte zuvor für Aufsehen gesorgt. Binnen weniger Tage waren dort mehrere Zehntausend Stimmen für eine Rückkehr Scholls ins Nationalteam gesammelt worden. Kurz vor Ende der WM-Nominierungsfrist am 15. Mai wollen die beiden Initiatoren ihre Liste an Klinsmann weiterleiten.

Scholl fühlt sich "überwältigt und gerührt"

Scholl selbst zeigte sich laut Bild-Zeitung von dem breiten Zuspruch "überwältigt und gerührt. Ich habe mir immer gewünscht, dass die Menschen nach meiner Karriere sagen: ´Der Scholl war ein geiler Kicker. Schade dass er aufgehört hat´." Der dienstälteste und verletzungsanfällige Bayern-Akteur füllt derzeit die Rolle des Edel-Jokers bei den Münchnern mit Erfolg aus, eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages ist jedoch unsicher.

Unterdessen gab es unterschiedliche Reaktionen aus der Bundesliga. Während sich die Trainer Thomas Doll vom Hamburger SV und Thomas von Heesen von Arminia Bielefeld klar für eine Nominierung Scholls aussprachen, lehnte Wolfgang Wolf vom 1. FC Kaiserslautern die Idee eindeutig ab. Mirko Slomka von Schalke 04 bündelte das Für und Wider: "Mehmet Scholl ist ein göttlicher Fußballer, aber da der Kader ohnehin schon arg eng ist, sollte man eher auf Kräfte setzen, die man 90 Minuten für die Nationalelf bringen kann."

© SID

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