Klinsmann-Entlassung
„Bayern feuert den letzten großen Guru“

"Das Ende einer Revolution" - so lautet der mehrstimmige Tenor der internationalen Presse zum Scheitern von Jürgen Klinsmann als Trainer von Bayern München. Zum Teil kommt gar so etwas wie Mitleid herüber.

Als "Ende einer Revolution" haben einige internationale Gazetten den Rauswurf von Trainer Jürgen Klinsmann beim Renommierklub Bayern München beurteilt. "Klinsmann und Bayern München, die Revolution ist zu Ende. Jede Fußballrevolution benötigt das Brot der Resultate, um die Fans, Presse und Manager zu sättigen. Das ist Klinsmann nicht gelungen", schrieb die Gazzetta dello Sport. Der Tagesanzeiger aus Zürich kommentierte: "Mit den Pfiffen der Fans kam das Ende von Klinsmann."

Auch der Guardian ("Bayern München zieht einen Schlussstrich unter Jürgen Klinsmanns Revolution") sieht das Experiment Klinsmann beim deutschen Rekordchampion als gescheitert an. Fast Mitleid mit dem Ex-Bundestrainer hat La Repubblica: "Fast keiner unter den Stars des Weltfußballs hat wie Klinsmann erlebt, wie ein großer Kicker zum mittelmäßigen Coach abstürzen kann, dessen Taktiken nicht aufgehen."

Die internationalen Pressestimmen im Überblick

Italien

Gazzetta dello Sport: "Klinsmann und Bayern München, die Revolution ist zu Ende. Jede Fußballrevolution benötigt das Brot der Resultate, um die Fans, Presse und Manager zu sättigen. Das ist Klinsmann nicht gelungen. Jetzt sucht Bayern nach einem Coach von internationalem Niveau, der Deutsch spricht. Chancen haben Van Gaal, Jol und Rijkaard."

Corriere dello Sport: "Klinsmann verjagt. Eklatante Wende bei Bayern München. Der dritte Platz wurde Klinsmann zum Verhängnis. Bei der letzten WM hatte Klinsmann den dritten Platz als außerordentlichen Erfolg gefeiert. Nach der Niederlage am Samstag gegen Schalke ist Klinsmann gefeuert worden. Dafür muss der Verein 15 Mill. Euro zahlen."

Tuttosport: "Klinsmanns Rauswurf lässt Roberto Mancini hoffen. Er könnte als Nachfolger des Übergangscoachs Heynckes in Frage kommen."

La Repubblica: "Klinsmann Adieu, Bayern feuert den letzten großen Guru unter den deutschen Coachs. Zu viele Niederlagen, zu schmerzhaft war die Demütigung durch das Champions-League-Aus. Mit Heynckes versucht Bayern Niederlagen, Depression und Identitätsverlust zu vergessen. Fast keiner unter den Stars des Weltfußballs hat wie Klinsmann erlebt, wie ein großer Kicker zum mittelmäßigen Coach abstürzen kann, dessen Taktiken nicht aufgehen."

Corriere della Sera: "Klinsmann geht mit Stil und viel Wehmut. Rummenigge will einen Coach, der deutsch spricht. Roberto Mancini, der von Luca Toni vorgeschlagen wurde, hat daher keine Chance."

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