Klinsmann hält weiter an Rotation fest
Kahn-Einsatz gegen Argentinien gefährdet

HB KÖLN. Oliver Kahn laboriert an einer Rückenverletzung und bangt um seinen Einsatz im letzten Gruppenspiel beim Confederations Cup gegen Argentinien. Beim 3:0-Sieg der deutschen Mannschaft am Samstag gegen Tunesien gehörte der als Reservist vorgesehene Keeper wegen der Beschwerden nicht zum Aufgebot.

Am Sonntag absolvierte Kahn zwar vor der Abreise von Köln nach Nürnberg eine Trainingseinheit, meinte aber danach zu seinem Gesundheitszustand: "Ich kann jetzt noch gar nichts sagen. Da muss man erst einmal abwarten." Bereits vor zwei Wochen beim Testspiel in Nordirland, als ebenfalls Jens Lehmann die Nummer eins war, hatte sich Kahn wegen gesundheitlicher Probleme (Adduktoren) abgemeldet. Jürgen Klinsmann rechnet mit einer schnellen Genesung Kahns, der mit Spritzen behandelt wurde. Der Bundestrainer kündigte unabhängig davon an, dass die Torwart-Rotation im weiteren Turnierverlauf beibehalten wird. Der 40-Jährige verriet aber nicht, wer am Dienstag (20.45 Uhr) im Gruppenfinale im Frankenstadion zwischen den Pfosten stehen soll. "Da müsst Ihr noch zwei Tage warten", sagte er auf der Pressekonferenz am Sonntag.

Auch einen Einsatz des Stuttgarters Timo Hildebrand, dritter Keeper im Aufgebot, schloss er nicht aus. Klinsmann: "Wie wir unsere Torhüter bewerten und ihre Leistungen analysieren, ist Teil der internen Arbeit." Kahn-Herausforderer Lehmann sammelte beim 3:0 gegen Tunesien mit zwei hervorragenden Paraden Pluspunkte und dirigierte lautstark seine Vorderleute: "Ich habe vom vielen Schreien bei dieser Hitze keine Stimme mehr", sagte der Torhüter des FC Arsenal, für den es insgesamt ein erfreuliches Gastspiel in Köln war. Anders als vor knapp drei Wochen in München, als ihn die Bayern-Fans beim Eröffnungsspiel der Allianz Arena gnadenlos ausgepfiffen hatten, empfingen ihn die Zuschauer im RheinEnergy-Stadion mit freundlichem Applaus. Und wie beim 3:0 an gleicher Stelle vor einem Jahr gegen Belgien hielt der 35-Jährige seinen Kasten auch dieses Mal sauber.

Kurz nach der Halbzeitpause wurde es allerdings zu viel der Zuneigung: Ein junger Mann stürmte aufs Spielfeld und fiel dem Torhüter um den Hals. "Er hat zu mir gesagt: Ich liebe dich", berichtete Lehmann nach dem Zwischenfall, den er lächelnd ertrug. Angst hatte er jedenfalls nicht: "Er sah ja recht harmlos aus." Nach Angaben der "Bild am Sonntag" hatte auch der Sportstudent trotz drohenden Stadion-Verbots Grund zur Freude: Der bekleidete Flitzer hatte mit seiner Aktion eine Wette um 500 Euro gewonnen.

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