Klinsmann wünscht sich nun Brasilien als Gegner
Wie ein Sieg

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wartet nach dem letzten Vorrundenspiel im Confederations Cup gegen Argentinien auch nach dem 13. Anlauf weiter auf einen Erfolg gegen ein Top Team des Weltfußballs. Dennoch gab es nach dem Schlusspfiff in Nürnberg fast ausnahmslos zufriedene Gesichter. Einen Schönheitsfehler hatte die Partie aber dann doch: Shooting-Star Bastian Schweinsteiger fällt nach seiner zweiten Gelben Karte für das Halbinale aus.

HB NÜRNBERG. Immerhin: Auch ohne ihren Kapitän Michael Ballack sicherte sich die Klinsmann-Elf den Sieg in der Gruppe A. Nach der bisher stärksten Turnierleistung erreichte das Team am Dienstag in Nürnberg ein 2:2 (1:1) gegen Olympiasieger Argentinien und spielt nun im Halbfinale am Samstag an gleicher Stätte gegen den Zweiten der Brasilien-Gruppe.

Vor 44 088 begeisterten Zuschauern im Frankenstadion reichte der deutschen Elf eine zweimalige Führung durch Kevin Kuranyi (29.) und Gerald Asamoah (51.) nicht zum ersten Erfolg gegen den Rivalen seit dem gewonnenen WM-Finale von 1990. Mit herrlichen Treffern sicherten Juan Riquelme (32.) und Esteban Cambiasso (74.) den Südamerikanern wie schon beim letzten Vergleich am 9. Februar in Düsseldorf ein Remis.

"Es war wichtig zu sehen, dass andere Spieler Verantwortung übernehmen können. Es ist ein Signal für die Mannschaft, dass sie auch ohne ihren Leader bestehen kann", sagte Klinsmann zufrieden. "Die Leistung gibt Selbstvertrauen, dass wir auch gegen einen solchen Gegner bestehen können. Es fehlt nur noch der letzte Tick Überzeugung, dass die auch zu schlagen sind." Für das Halbfinale wünscht sich Klinsmann Brasilien als Gegner. Asamoah freute sich über seinen fünften Treffer im DFB-Trikot: "Der Trainer hat immer auf mich gesetzt und heute habe ich als Dankeschön ein Tor gemacht. Jetzt will ich ins Finale, egal wer kommt."

Ohne den für das Halbfinale geschonten "Leitwolf" Ballack und einen Leistungsträger wie Lukas Podolski blieb der erste Sieg gegen ein Top-Ten-Team seit dem 7. Oktober 2000 (1:0 in England) ein Wunschtraum. Doch die Herausnahme der Führungskräfte tat der Qualität der mit einem Durchschnittsalter von 23,9 Jahren jüngsten deutschen Elf seit langer Zeit keinen Abbruch. Das Team imponierte mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung und überzeugte erstmals auch mit nahezu fehlerfreier Defensivarbeit. Erst in der zweiten Halbzeit ließ der Druck ein wenig nach und machten sich Kräfteverschleiß und personeller Aderlass bemerkbar.

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