Klopp, Tuchel, Labbadia
Der Spieltag nach dem Trainerbeben

Der 29. Spieltag steht im Zeichen der Trainer. Beim BVB werden die Fans den nahen Abschied von Klopp betrauern. Der abstiegsbedrohte HSV schöpft nach der Verpflichtung Labbadia neuen Mut – wieder mal in dieser Saison.
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DüsseldorfFür Jürgen Klopp beginnt die Abschiedstournee aus Dortmund, für Bruno Labbadia beim HSV die wohl schwierigste Mission seiner Trainerkarriere. Die beiden Hauptdarsteller der Fußballwoche bleiben auch zum Start in den Bundesliga-Endspurt im Rampenlicht. Bei aller Wehmut über seinen zum Saisonende anstehenden Abschied vom Revierclub hofft Klopp, dass seine Profis „aus der gemeinsamen Geschichte noch einmal Kraft ziehen. Das ist eine super, super, super wichtige Phase.“

Schon in den Tagen vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn wurde deutlich, in welcher Gemütsverfassung sich viele BVB-Fans befinden. „Wir sind sooo traurig“, war auf einer von mehreren schwarzen Fahnen zu lesen, die auf der Zufahrtstraße zum Dortmunder Trainingsgelände zu sehen waren.

Ein Sieg über den Drittletzten könnte helfen, die Trauerstimmung ein wenig zu vertreiben. Angesichts des machbaren Restprogramms mit vier Heim- und nur zwei Auswärtsspielen bietet sich der Borussia die Chance, die Saison doch noch mit der Qualifikation für die Europa League abzuschließen.

Geht die Partie gegen den Aufsteiger jedoch verloren, könnte der Vorjahreszweite wieder in den Abstiegssog geraten. Die knifflige Ausgangslage veranlasste Klopp zu pathetischen Worten: „Für Paderborn geht es um alles – und für uns auch.“

Unabhängig vom Ausgang dieser Partie will Hans-Joachim Watzke schon bald einen neuen Trainer präsentieren. „Die Lösung wird nicht ewig auf sich warten lassen. Ich denke, dass wir nächste Woche eine ordentliche und vernünftige Lösung transportieren“, wird der BVB-Geschäftsführer in der „Osthessischen Zeitung“ (Online) zitiert. Zu Gerüchten, nach denen Thomas Tuchel erster Kandidat sei, äußerte sich Watzke zurückhaltend: „Ich weiß nicht, wer neuer Trainer wird, und wenn, würde ich es nicht sagen. Aber ich warne davor, zu eindimensional in Richtung Thomas Tuchel zu denken.“

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Labbadia vor dem Himmelfahrtskommando

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