Fußball
"Knappen" Kuranyi und Ernst vor Debüt im Ligapokal

Heute muss Werder Bremen im Halbfinale des Liga-Pokals beim FC Schalke 04 antreten. Der Neu-Schalker Fabian Ernst trifft dabei auf seine alten Teamkollegen, auch "Knappe" Kevin Kuranyi gibt sein Debüt in Königsblau.

Wenn der Ex-Meister heute auf den aktuellen Vizemeister trifft, ist nicht nur sportlich für Brisanz gesorgt. Im Duell der "Bayern-Jäger" stehen sich heute im Liga-Pokal-Halbfinale (20.30 Uhr/live bei Premiere) der FC Schalke 04 und Werder Bremen gegenüber. Beim ersten Saisonvergleich der beiden Titelaspiranten gibt bei den Königsblauen Nationalspieler Fabian Ernst sein Debüt, der mittlerweile fünfte Ex-Bremer auf Schalke. "Es ist inzwischen schon normal, dass die Spieler von Bremen nach Schalke gehen", sagt Werder-Manager Klaus Allofs fatalistisch. Vor Ernst waren in den vergangenen Jahren bereits Oliver Reck, Frank Rost, Mladen Krstajic und Ailton von der Weser an die Emscher umgezogen.

"Besonderes Spiel" für Ernst

Dass Nationalspieler Ernst nach seinem verspäteten Urlaub wegen des "Confed-Cups" ausgerechnet gegen seinen alten Arbeitgeber erstmals für seinen neuen Klub aufläuft, spornt ihn zusätzlich an. "Es ist ohne Zweifel für mich ein besonderes Spiel gegen die alten Kameraden aufzulaufen", sagt der 26-Jährige. Bremen habe er viel zu verdanken, sagt er, beim Vizemeister, der ihn ablösefrei verpflichtete, warte eine neue sportliche Herausforderung, "hier will ich mich weiter entwickeln".

Auch Kuranyi vor Schalke-Debüt

Über 50 000 werden am Mittwoch in der Veltins-Arena verfolgen, wie neben Ernst auch Kevin Kuranyi, der für knapp sieben Mill. Euro vom VfB Stuttgart kam, sein Debüt für die Königsblauen gibt. Und damit auch dem Liga-Pokal, durch den Einstieg des Titelsponsors Premiere und den Umzug in die großen Arenen herausgeputzt, nach dem enttäuschenden Auftakt in Düsseldorf zu besseren Zuschauerzahlen verhelfen. "Das Experiment mit der Doppelveranstaltung am Samstag in einem neutralen Stadion ist von den Fans nur bedingt angenommen worden", sagt Schalkes Trainer Ralf Rangnick: "Die Halbfinals sind da schon etwas anderes, in München und bei uns werden die Arenen voll sein."

Sportlich messen beide Seiten dem Kampf um den ersten Titel der Saison große Bedeutung zu. "Wir nehmen alle Wettbewerbe sehr ernst und wollen gewinnen", sagt Allofs, der trotz des Schalker Heimvorteils das Finale am 2. August in Leipzig im Visier hat: "Das haben wir letztes Jahr erreicht, das wollen wir wiederholen." Ein "echter Härtetest" und eine der "letzten Möglichkeiten, uns einzuspielen" ist die Partie für Rangnick, der nach dem Weggang von Ailton und der noch ergebnislosen Suche nach einer Verstärkung für die Abwehr personell wenig Alternativen hat. Zudem fallen die Verteidiger Thomas Kläsener (Syndesmose-Anriss) und Dario Rodriguez (ausgerenkter Rückenwirbel) verletzt aus.

Wiese erhält Chance im Werder-Tor

Rangnicks Kollege Thomas Schaaf gibt im Duell der Torhüter Neuzugang Tim Wiese auf Schalke eine Chance. "Der Kampf um die Nummer eins ist weiter offen", sagt der Werder-Coach, gibt nach der starken Leistung von Andreas Reinke beim 1:0 in der Liga-Pokal-Vorrunde gegen Bayer Leverkusen aber zu: "Er hat einige Pluspunkte gesammelt." Der Stammkeeper der vergangenen Saison sieht sich indes schon als Sieger: "Ich weiß, wer zum Saisonstart im Tor stehen wird."

Verzichten muss Schaaf gegen Schalke auf Nationalspieler Patrick Owomoyela. Der Zugang von Arminia Bielefeld leidet an einer Bänderdehnung im Sprunggelenk. Geschont werden zudem der vom FC Southampton ausgeliehene Belgier Jelle van Damme, Stürmer Mohamed Zidan und Daniel Jensen, die alle angeschlagen sind.

© SID

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