Knapper Weltmarkt für Großbildleinwände: Viele werden in die Röhre gucken

Knapper Weltmarkt für Großbildleinwände
Viele werden in die Röhre gucken

"Das ganze Land soll bei der WM zuschauen", wünscht sich Franz Beckenbauer. Doch aus dem Zuschauen könnte vielerorts nichts werden. Der internationale Markt für Großbildleinwände ist denkbar knapp.

HB BERLIN. Es ist ein sehnlicher Wunsch von Franz Beckenbauer: Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sollten in den Städten überall die Großbildleinwände aus dem Boden wachsen. Doch nicht jeder Traum des "Kaisers" ist erfüllbar. Die Organisatoren haben international starke Konkurrenz: Die besten und größten Wände stehen auf den Konzerten der Band U2 und des Weltstars Robbie Williams, bei der Formel 1 und der Tourenwagen-Meisterschaft. Verleiher und Hersteller befürchten Probleme für die deutschen Interessenten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ergab. "Es wird für viele Veranstalter eine Riesenenttäuschung", sagte der Verkaufsleiter einer internationalen Verleihfirma.

Mindestens 100 Großleinwände brauche man alleine in Deutschland, sagte der Leiter des Berliner Büros zur Fußball-WM, Bernd Schiphorst. "Der Weltmarkt wird im Moment intensiv abgesucht nach diesem kostbaren Gut. Videoleinwände dieser Dimension, wie man sie für Fußball-WM-Spiele braucht, sind ein knapper Faktor", ergänzte er. Für die zwölf offiziellen Fanfeste des Weltfußballverbandes Fifa in den WM-Städten liefert Philips die Großleinwände.

Wer eine Großleinwand kaufen will, muss nach Angaben des Herstellers Philips einen sechsstelligen Betrag zahlen. Für sehr große Wände, die Bilder im hochauflösenden Format liefern, müsse ein Käufer mit deutlich mehr als 100 000 Euro rechnen, sagte der Chef der internen Kommunikation von Philips, Andreas Parchmann. Leihen ist bei Philips nicht möglich. Zur WM werde es eine einmalige große Nachfrage geben und deshalb langfristig einen Mangel auf dem Verleihermarkt, prognostizierte Parchmann. Niemand könne 50 Leinwände einkaufen, um im Anschluss an die WM auf 40 sitzen zu bleiben.

"Es wird kurz vor der WM ein Mangel eintreten", meinte auch der Geschäftsführer der Verleihfirma Screen Visions, Roger Rinke. Er und sein Team bauen im Auftrag von Philips die 1000 bis 1200 Quadratmeter großen Leinwände für die zwölf offiziellen Feste auf.

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