Körper-Tüv à la Klinsmann
Viel Lärm um nichts

Die Fitness-Test bei den Fußball-Nationalspielern, die bei fast allen Akteuren frappierende Defizite aufdeckten, haben viel Ärger bei den Vereinsverantwortlichen hervorgerufen. Doch Sportwissenschaftler unterstützen den Körper-Tüv à la Jürgen Klinsmann.

HAMBURG. Ein Streitpunkt hinsichtlich der Arbeit des Bundestrainers ist das Fitnesstraining. Der Chefcoach holte eigens hierfür drei US-Fachleute um den Fitnessguru Mark Verstegen aus Arizona. Diese Expertencrew führt bis zur WM fünf identische Leistungstests zeitlich versetzt durch. Drei sind bereits passé, im März und Mai 2006 folgen Körper-TÜV Nummer vier und fünf.

Die vor gut einer Woche den Bundesliga-Trainern übermittelten Ergebnisse des am 4./5. Oktober in Hamburg durchgeführten Tests waren frappierend: Bis auf die Profis des FC Bayern München weisen alle Nationalspieler zum Teil extreme Defizite auf. Es rumorte, denn die Liga-Verantwortlichen waren angeblich ob der Extraeinheiten ohnehin nicht gerade begeistert.

Doch was ist tatsächlich dran, an den zweitägigen Tests, bei denen nicht in Toren, sondern in Sekunden, Zentimetern und den Laktatwerten im Blut gemessen wird?

Zunächst einmal absolvierten die Spieler im Hotel den „Functional Movement Screen“, eine Testreihe, die Beweglichkeit misst. Es sind fußballspezifische Bewegungsformen, die maximal schnell absolviert werden müssen. Bei den Einheiten wird die jeweilige Muskelpartie nur kurz beansprucht und später anhand der Daten analysiert, ob die Kapazität gesteigert werden kann.

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