Kontrollmechanismen
Rummenigge schießt gegen die Premier League

Karl-Heinz Rummenigge hat die Premier League heftig attackiert. "Sie sind im Prinzip gegen alles", so der Bayern-Boss. Auslöser sind neue Finanzkontrollpläne der Uefa.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat die englische Premier League heftig angegriffen. "Sie sind im Prinzip gegen alles. Egal ob das bei der Uefa oder der ECA (European Club Association, die Red.) ist, die Vertreter der Premier League sind gegen alles. Aber ich muss deutlich sagen: England ist hierbei total isoliert", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München in einem Interview mit dem Fachmagazin Sponsors (November-Ausgabe).

"Das kann nicht im Interesse des Fußballs sein"

In dem Interview geht es um die Pläne der Uefa, finanzielle Kontrollmechanismen für die Teilnahmeberechtigung in der Champions League bzw. der Europa League einzuführen. Rummenigge: "Man muss zu dem Vorhaben der Uefa sehen, dass über 50 Prozent der Klubs in Europa Geld verlieren, rote Zahlen schreiben. Das kann nicht im Interesse des Fußballs sein."

Heftig wendet sich Rummenigge, gleichzeitig Chef der ECA, gegen die Idee von Richard Scudamore, dem Vorsitzenden der Premier League, für schwächelnde Klubs Rettungsschirme aufzuspannen: "Wir sprechen bei einem Fußballklub nicht über 40 000 oder 50 000 Arbeitsplätze, die wie im Falle Opel gerettet werden müssen. Die Engländer haben manchmal sehr eigenartige Ideen."

Dreijährige Übergangsfrist reicht

Weiterhin weist der Bayern-Chef darauf hin, dass Uefa und ECA nicht in nationales Recht eingreifen können. So könne man weder den Spaniern eine Zentralvermarktung der Fernsehrechte vorschreiben - Rekordmeister Real Madrid kassiert per Einzelvermarktung in den nächsten Jahren 1,1 Mrd. Euro, was den Schuldenberg relativiert -, noch Spanien dazu zwingen, den Steuersatz für ausländische Profis von 24 Prozent auf die in Deutschland vorgeschriebenen 48 Prozent anzuheben.

Deshalb befürwortet auch Rummenigge eine Begrenzung der Ausgaben gekoppelt an den Umsatz und denkt, dass eine dreijährige Übergangsfrist hinreichend ist, um die Finanzen entsprechend der neuen Regeln zu ordnen.

© SID

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