Korruptionsskandal

Fifa-Chef Blatter: „Ich bin sauber“

Die Fifa sei nicht korrupt und er habe ohnehin ein absolut reines Gewissen: Noch-Fifa-Chef Sepp Blatter hat erneut seine persönliche Unschuld beteuert. In seinem Verband gebe es keine systematische Korruption.
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Wer bei FIFA, UEFA und DFB zum Präsidenten taugt
Affäre um 'Sepp' Blatter
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Die Folgen des Abschieds von Fifa-Chef Joseph Blatter könnten schon bald den deutschen Fußball erreichen. Der Weltverband war nach der Festnahme von sieben Fußball-Funktionären Ende Mai in Zürich wegen des Verdachts des organisierten Verbrechens, Überweisungsbetrugs und verschwörerischer Geldwäsche in schwere Turbulenzen geraten. Am 26. Februar 2016 gibt der 79-Jährige sein Amt auf.

Chung Mong Joon
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Der frühere Fifa-Vize Chung Mong Joon erklärte am Montag zumindest, eine Kandidatur zu erwägen. „Blatter macht mit der Fifa seit 40 Jahren, was er will. Er sagt zwar, er verlässt sie, aber es scheint nicht so, als ob er es wirklich tut“, kritisierte der Südkoreaner.

Michel Platini
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Bislang fehlt eine klare Bewerbungsabsicht des UEFA-Präsidenten Michel Platini, er will in den kommenden Wochen über eine Kandidatur entscheiden. Er gilt als Favorit auf die Nachfolge des Schweizers und sollte sich der UEFA-Chef zu einer Bewerbung entschließen, wären auch Konsequenzen für den Deutschen Fußball-Bund absehbar.

Wolfgang Niersbach
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Selbst wenn Wolfgang Niersbach betonte, sich „sauwohl“ als Chef in der Frankfurter DFB-Zentrale zu fühlen, schmeichelt ihm die Rolle als möglicher Kronprinz seines Kumpels Platini. Der Deutsche Fußball-Bund müsste bei einem Europa-Wahlsieg Niersbachs einen neuen Vorsitzenden finden und womöglich schon bei einer außerordentlichen Vollversammlung vor dem nächsten Bundestag am 3. und 4. November 2016 in Erfurt küren.

Rainer Koch
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Der Vize-Präsident hat als Chef des Süddeutschen Fußball-Verbandes eine Hausmacht im Rücken. Der Jurist prägt seit Jahren die DFB-Geschicke auf höchster Ebene mit und wäre ein starker Kandidat der Amateurbasis. Auf dem letzten DFB-Bundestag in Nürnberg 2013 hinterließ er mit seiner Rede einen sehr guten Eindruck.

Reinhard Grinde
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Der CDU-Bundestagsabgeordnete ist seit zwei Jahren im DFB-Führungszirkel. Als Nachfolger des legendären Horst R. Schmidt hat sich der 53-Jährige in der DFB-Zentrale schnell etabliert. Wie Niersbach arbeitete er früher als Journalist. Zu klären wäre, ob er wegen der Fifa-Statuten seinen Politiker-Job aufgeben müsste.

Im Bild sind von links nach rechts Frank Henkel, Christian Karembeu und Reinhard Grindel zu sehen.

Helmut Sandrock
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Der ehemalige Juniorennationalspieler rückte schon als Nachfolger Niersbachs auf den Posten des DFB-Generalsekretärs. Den Job verrichtet er - auch wegen der medialen Präsenz von Niersbach - eher im Hintergrund technisch akurat denn im Scheinwerferlicht. Eine Kandidatur wäre daher eher eine Überraschung.

LondonDer scheidende FIFA-Präsident Joseph Blatter hat den Vorwurf systematischer Korruption im Fußball zurückgewiesen und erneut seine persönliche Unschuld beteuert. „Ich weiß, was ich getan habe, was ich nicht getan habe. Ich habe mein Gewissen, und ich weiß, dass ich ein ehrenwerter Mann bin. Ich bin sauber“, sagte der Chef des Fußball-Weltverbandes in einem am Montag veröffentlichten Interview des britischen Senders BBC.

Die Institution sei nicht korrupt, unterstrich der 79 Jahre alte Schweizer. „Es gibt keine Korruption im Fußball, es gibt Korruption bei Einzelpersonen. Es sind die Menschen“, erklärte Blatter.

Er war Ende Mai für eine fünfte Amtszeit wiedergewählt worden, hatte wenig später aber seinen Rücktritt angekündigt. Am Rande des FIFA-Kongresses waren in Zürich sieben hochrangige Fußball-Funktionäre festgenommen worden. In der Schweiz und in den USA laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Korruption. Blatters Nachfolger wird am 26. Februar 2016 gewählt. Favorit auf den FIFA-Chefposten ist bislang der Franzose Michel Platini, derzeit Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

  • dpa
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