KPMG-Ranking
Was die größten Fußballklubs wert sind

Der Fußball lohnt sich für Investoren. Erneut zweistellig steigt der Wert der großen Klubs. Zehn Vereine bringen mehr als eine Milliarde Euro auf die Waage, einer sogar mehr als drei Milliarden Euro. Die KPMG-Bilanz.
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DüsseldorfGroße und erfolgreiche Fußballvereine sind Goldesel. Sie begeistern die Massen und bieten daher großartige Werbeflächen für die Wirtschaft – und das in vielfältiger Weise und sogar das ganze Jahr über. Wegen der gewaltigen Reichweite dieses Sports drückt der Umsatz eines Klubs dessen möglichen Wert daher nur unzureichend aus.

Im Spitzenfußball zählt heute mehr denn je die Strahlkraft einer Marke. Diese hängt nicht allein vom aktuellen sportlichen Erfolg ab, sondern auch sehr stark von denkwürdigen Siegen, die auf einen Schlag viele neue Anhänger brachten. Denn ein richtiger Fan wechselt dann nicht mehr den Verein, auch wenn anschließend eine lange Durststrecke folgt.

Das beste Beispiel für dieses Fans-Verhalten ist Manchester United. Die neue Rangliste des Beratungskonzerns KPMG führt der englische Klub an – mit einem Unternehmenswert von 3,1 Milliarden Euro. Insgesamt sind die 32 von KPMG erfassten prominenten Vereine 30 Milliarden Euro wert – 14 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Der Sieg von Manchester United überrascht: Schließlich beruht das Ranking auf Zahlen für 2016. Da war noch nicht klar, dass United die Europa League gewinnen und sich damit für die finanziell so wichtige Champions League qualifizieren würde. Zudem hatte der Verein zwar mächtig investiert, doch in den vergangenen Jahren sportlich keinen großen Erfolg.

Dass die Sport-Experten Manchester United dennoch so hoch einschätzen, liegt vor allem an der internationalen Stellung der Premier League. Die englische Liga ist mit Abstand die finanziell stärkste der Welt, vor allem wegen großartiger TV- und Sponsorendeals. Und dieses Geld bekommt die Liga nur, weil sie weltweit die beste Werbefläche im Fußball bietet.

Wollte sich also ein Investor in Topklubs wie Manchester United, Real Madrid oder FC Barcelona einkaufen, müsste er wohl mehr als das Dreifache des Umsatzes zahlen. Und gleichzeitig damit rechnen, dass sich solch ein Investment – gemessen am Reingewinn – frühestens nach zehn Jahren lohnen würde.

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Die wirtschaftliche Spaltung im Klubfußball

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