„Krank“ und „Schizophren“
Watzke und Zorc kritisieren Kritik am BVB

Seit drei Spielen hat Borussia Dortmund nicht mehr gewonnen und verspielte in den vergangenen beiden Bundesligaspielen einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Bayern. Grund für Kritik sehen die Verantwortlichen aber nicht.
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DortmundDie Bosse Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc zeigen für die Kritik an den aktuellen Leistungen von Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund keinerlei Verständnis. „Die Spiele gegen Leipzig und Frankfurt waren Spektakel. Das ist, was die Zuschauer sehen wollen, was sie ins Stadion treibt. In der Bundesliga haben wir wieder Spannung. Und medial wird eine Stimmung erzeugt, als wären wir kurz vor dem Abstieg“, sagte Geschäftsführer Watzke dem Magazin „Reviersport“: „Wenn man sieht, wie die BVB-Fans die Mannschaft nach den Spielen gegen Leipzig und Frankfurt für ihren Fußball feiern, dann wird klar, dass im Verein in Gänze ein anderes Stimmungsbild herrscht. Für die Berichterstattung fehlt mir teilweise das Verständnis. Das ist krank.“

Manager Zorc ärgerte sich vor allem über die Kritik an der Spielweise des neuen Trainers Peter Bosz. „Die Bosz-Diskussion ist schizophren“, sagte er der „Bild“: „Das ist ja schon der Ritterschlag für den BVB, wenn bei uns, obwohl wir noch an der Tabellenspitze stehen, unser Trainer von außen infrage gestellt wird. Das ist lächerlich!“

Dortmund ist aufgrund der besseren Tordifferenz vor Bayern München Tabellenführer, verspielte jedoch in den vergangenen beiden Spielen gegen RB Leipzig (2:3) und bei Eintracht Frankfurt (2:2) einen Fünf-Punkte-Vorsprung. Bosz wird für seine in Augen vieler zu offensive Spielweise kritisiert. In der Champions League steht der BVB nach nur einem Punkt aus drei Spielen vor dem Aus.

„In der Champions League stünden wir gern besser da, klar“, sagte Watzke: „Der erste Platz in der Bundesliga sollte uns nicht zum Verhängnis gemacht werden, weil damit eine Erwartungshaltung erwachsen ist, die wir auch mit fünf Punkten Vorsprung nie bedient haben. Wir müssen einen klaren Blick bewahren – der besagt, dass wir in der Liga bislang gut unterwegs sind. Und das lassen wir uns auch nicht kaputtreden.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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