Fußball
Kreuzunglücklicher Franca will weg von Bayer

Alles habe Franca bei Bayer Leverkusen verloren, "den Respekt meines Landes, die Liebe der Fans". Dementsprechend drängt der brasilianische Stürmer auf einen Wechsel ins Ausland. Coach Augenthaler wäre einverstanden.

Mit aller Macht zieht es den brasilianischen Stürmer Franca weg von Bayer Leverkusen. Eine Rolle als Ergänzungsspieler könne der von sich überzeugte Techniker keinesfalls akzeptieren. "Als ich in Leverkusen unterschrieb, war ich ganz oben. Ich war neben Ronaldo in der Nationalelf gesetzt, das ganze Land schwärmte von mir. Jetzt habe ich alles verloren. Den Respekt meines Landes, die Liebe der Fans. Jetzt bin ich ganz unten", sagte der 29-Jährige dem Kölner Sonntag Express. Sein Vertrag läuft noch bis 30. Juni 2007.

Dabei hatte Bayer-Sportchef Rudi Völler nach Ende der vergangenen Saison versucht, in einem persönlichen Gespräch in Brasilien Einfluss auf Franca zu nehmen. Der achtmalige brasilianische Nationalspieler musste in der vergangenen Saison dem Sturmduo Dimitar Berbatow/Andrej Woronin (zusammen 35 Bundesliga-Saisontore) den Vortritt lassen. Nun ist er mit seiner Geduld am Ende: "Ich will spielen. Deshalb muss ich gehen. Ich will ins Ausland." Angeblich haben sechs Klubs ihr Interesse am Bayer-Spieler bekundet, darunter auch der japanische J-League-Klub Kashima Antlers.

"Mein Herz ist gebrochen"

Franca, im Jahr 2002 für rund 8,5 Mill. Euro Ablöse vom FC Sao Paulo verpflichtet, sieht keine Basis mehr für einen Verbleib bei den Rheinländern: "Wenn ich sage, ich bin glücklich, wäre ich ein Lügner. Mein Herz ist gebrochen. Ich will nur noch weg."

Trainer Klaus Augenthaler, der Franca beim 0:3 gegen Champions-League-Sieger FC Liverpool am Samstag in Lustenau nur in der ersten Hälfte aufbot und anschließend durch Nachwuchsspieler Rene Schnitzler ersetzte, zeigte sich unversöhnlich. "Ich habe ihn lange genug betütert. Ich bin hier nicht sein Kindermädchen. Er ist 29 Jahre alt ...", sagte "Auge" der Bild am Sonntag. Völler ergänzte: "Wenn ein Spieler unzufrieden ist, muss man sich zusammensetzen. Aber wenn wir ihn gehen lassen, bräuchten wir eine echte Alternative."



© SID

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