Krombacher startet Werbekampagne
Bei der WM soll das Bier in strömen fließen

Deutschlands größte Privatbrauerei Krombacher will den Bierabsatz rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 mit einer groß angelegten Werbekampagne ankurbeln. Damit das Geschäft im Anschluss an das Turnier nicht nachlässt, will das Unternehmen die Preise anheben.

DÜSSELDORF. "Die Fußball-WM wird sicher zu einer Konsumbelebung führen, aber ein schlechter August kann alles wieder zunichte machen", sagte Krombacher-Geschäftsführer Hans-Jürgen Grabias. Insgesamt wolle die Brauerei 60 bis 65 Mill. Euro für Werbung ausgeben. Nach vier Wachstumsjahren in Folge erwarte Krombacher für das laufende Jahr nur einen Anstieg des Bierausstoßes um 0,5 bis ein Prozent. Grabias kündigte an, dass Krombacher möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte die Preise anheben werde. Angesichts der gestiegenen Rohstoffpreise sowie Strom- und Transportkosten sei dies nötig. Ob höhere Preise durchzusetzen seien, hält er aber für fraglich.

Im vergangenen Jahr habe die in Kreuztal bei Siegen ansässige Privatbrauerei im hart umkämpften deutschen Biermarkt ihre Spitzenposition ausgebaut und den Gesamtausstoß an Bier und Mixgetränken um 0,8 Prozent auf 5,56 Mill. Hektoliter gesteigert. Der Umsatz stieg ebenfalls um 0,8 Prozent auf 525,6 Mill. Euro. Zur Ertragslage macht Krombacher keine Angaben. 2005 seien etwa für die Einführung von zehn Mill. neuen Getränkekästen oder die Erneuerung von Anlagen 120 Mill. Euro ausgegeben worden.

Krombacher ist vor Bitburger und Warsteiner die Nummer eins unter den deutschen Privatbrauereien. Die Firma hat sich bisher nicht an der Konzentrationswelle in der Bierbranche beteiligt. Grabias schloss eine Übernahme oder Fusion mit einem Wettbewerber aber nicht aus. "Wir werden aber nicht zukaufen um jeden Preis."

Einer weitergehenden Expansion ins Ausland erteilte Grabias eine Absage. Krombacher folge seinen Kunden nur in Urlaubsländer wie etwa Italien - wohin fast die Hälfte des exportierten Bieres fließt -, Spanien, England und Irland. 2005 legte der Export um 3,5 Prozent auf 147 000 Hektoliter zu und nimmt damit nur einen geringen Teil des Gesamtgeschäftes ein.

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