Kulturprogramm im Olympiastadion
Klassik-Gala-Konzert erfreut 25 000 Zuschauer

Im Rahmen des Kulturprogramms rund um die WM hat am Dienstag eine Klassik-Gala im Münchener Olympiastadion stattgefunden. Weltstars wie Placido Domingo begeisterten das Publikum genauso wie die Söhne Mannheims.

Bei gerade einmal zehn Grad Celsius fröstelten die 25 000 Zuschauer im Münchener Olympiastadion zunächst, ließen sich dann aber bis kurz vor Mitternacht vom großen Klassik-Gala-Konzert erwärmen.

Sowohl internationale Größen wie Startenor Placido Domingo und Wunderpianist Lang Lang, als auch Sopranistin Diana Damrau sowie die drei Münchener Orchester, die Münchener Philharmoniker unter Christian Thielemann, das Bayrische Staatsorchester unter Zubin Mehta und die BR-Symphoniker unter Mariss Jansons, die erstmals gemeinsam auftraten, begeisterten die Menge. Zur kurzweiligen Unterhaltung trugen auch die Söhne Mannheims bei, die ihre Hits "Vielleicht" und "Ich will nur zurück zu Dir" performten.

Placido Domingo: "Es hat Riesenspaß gemacht"

"Es hat Riesenspaß gemacht und war eine tolle Einstimmung auf die bevorstehende Weltmeisterschaft", sagte der Spanier Placido Domingo, der lange Zeit in Mexiko gelebt hat und ein großer Fußball-Fan ist.

"Fußball und Kultur gehören irgendwie zusammen. Ich habe mich sehr auf dieses schöne Konzert gefreut", sagte Joseph S. Blatter, der zusammen mit dem Chef des WM-Organisationskomitees, Franz Beckenbauer, zu den Ehrengästen der Veranstaltung zählte. Der "Kaiser" gab sich zurückhaltender: "Ich bin erst zufrieden, wenn der Anpfiff des Eröffnungsspiels am Freitag erfolgt ist."

Zum großen Finale des Gala-Konzerts spielten und sangen alle Künstler den Queen-Hit "We are the Champions", der mit einem fulminanten Feuerwerk umrahmt und abgeschlossen wurde. Als Sympathiesant der deutschen Nationalelf bekannte Placido Domingo sich noch durch seinen WM-Tipp. Er habe Deutschland jeweils zweimal in einem WM-Finale siegen und verlieren sehen: "Vielleicht klappt es diesmal mit einem weiteren Erfolg." Neben der deutschen Mannschaft zählt Domingo Brasilien, Italien und Argentinien zum engsten Favoritenkreis. Der Tenor outete zudem "Kaiser Franz" Beckenbauer als Opern-Fan: "Wir sind früher häufiger gemeinsam geflogen und haben so Kontakt gefunden. Ich habe mir seine Spiele im Stadion angeschaut, er war dafür Gast im Opernhaus."

Das Gala-Konzert im Olympiastadion, in dem 1974 Deutschland durch ein 2:1 im Finale gegen die Niederlande zum zweiten Mal Weltmeister wurde, war zum Teil aus dem Kunst- und Kulturprogramm der WM finanziert worden. Da zum gleichen Zeitpunkt auch der Auftakt des Münchner WM-Fan-Festes im Olympiapark stattfand, mussten sich alle Konzertbesucher strengen Sicherheitskontrollen unterziehen. Dazu gehörten auch Leibesvisitationen.

© SID

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