Kurse an WM-Börse reagieren teils deutlich auf Testländerspiele
Italien zündet Kursrakete

Der Aktienkurs der "Azzurri" an der Handelsblatt WM-Börse ist nach dem beeindruckenden Auftritt gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstag steil angestiegen. Die Titel der DFB-Auswahl wurden dagegen von den Anlegern abgestraft - aber befinden sich dabei dank diverser überraschender Testspielergebnisse immerhin in illusterer Gesellschaft.

DÜSSELDORF. Der Aktienkurs der "Azzurri" auf dem virtuellen Fußballmarkt von Handelsblatt.com schnellte heute Vormittag zeitweise um fast 8 Prozent in die Höhe auf ein neues Allzeithoch bei rund 21,60 WMark. Im Handelsverlauf kam es allerdings zu Gewinnmitnahmen, die das Kursplus bis gegen 12.30 Uhr auf nur noch 2,12 Prozent zusammenschmelzen ließen. Doch auch damit rangieren die Südeuropäer in der Reihenfolge der WM-Favoriten nun deutlich vor Niederländern (-1,28 Prozent auf 17,78 WMark) und Engländern (+0,23 Prozent auf 17,70 WMark) und nur noch knapp hinter Argentinien (-0,67 Prozent auf 23,79 WMark) auf Platz vier.

Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid: Die Aktie der DFB-Auswahl ging nach dem Fiasko von Florenz auf Tauchstation und fiel zeitweise um mehr als 3 Prozent auf ein Allzeittief bei 28,19 WMark. Immerhin bleibt sie damit weiter das am zweithöchsten notierte Papier nach dem der Brasilianer. Doch auch deren Auftritt beim 1:0-Sieg in Russland durch ein Tor von Ronaldo konnte die Anleger offenbar nicht so recht überzeugen, denn auch das Papier der "Seleção" büßte deutlich um 1,45 Prozent auf 34,06 WMark ein. "Brasilien ist gut, ohne Zweifel. Vier Monate vor der WM sind sie das beste Team", sagte Fußball-Idol Pelé anschließend. Er warnte seine Landsleute aber davor, bei dem Turnier in Deutschland zu leichtsinnig an das Unternehmen sechster WM-Titel zu gehen. "Brasilien hat auf jeder Position zwei sehr starke Spieler, aber bei so einem Turnier reicht manchmal schon ein Spiel, um rauszufliegen", sagte der dreifache Weltmeister. Pelé erinnerte an die WM 1982 in Spanien. Dort hatten die favorisierten Südamerikaner zwar in der Vorrunde alle drei Spiele souverän gewonnen, waren aber nach einer 2:3-Niederlage gegen den späteren Weltmeister Italien in der Finalrunde gescheitert.



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Das Testspielergebnis von Florenz bestätigte im übrigen das, was die WM-Börsianer schon im Vorfeld der Partie angenommen hatten: Das Team von Marcello Lippi ist eine Nummer zu groß für die Klinsmann-Elf. Kurz vor Marktschluss zwei Stunden vor dem Spiel hatten die Kurse auf dem Markt zu diesem Länderspiel sich noch einmal deutlich in diese Richtung bewegt: Die Aktie "Italien gewinnt" war um mehr als 13,16 Prozent bis auf 4,47 WMark geklettert, während die "Deutschland gewinnt"-Aktie um mehr als 6,3 Prozent bis auf 2,65 WMark einbrach. Auch das "Unentschieden"-Papier wurde zuletzt nur noch für 2,65 WMark (18,46 Prozent) gehandelt. Schon morgen öffnet übrigens der nächste "Zockermarkt": Ab 11 Uhr können die WM-Börsianer dann nach gleichem Vorbild Aktien zum Freundschaftsspiel der Deutschen am 22. März gegen die USA in Dortmund handeln.

Ein böses Erwachen gab es am Mittwochabend jedoch nicht nur für die deutsche Mannschaft. Auch andere hoch gewettete WM-Teilnehmer zeigten zum Teil enttäuschende Leistungen: So verloren etwa die Argentinier überraschend 2:3 gegen Kroatien. Das Ergebnis wollte niemand schön reden, nachdem die Argentinier im November ebenfalls mit 2:3 gegen England in Genf verloren hatten. "Die Niederlage ist schlecht für uns. Das darf nicht passieren", sagte Trainer José Pekerman: "Ich sehe aber positiv in die Zukunft." Auch Hernan Crespo, der den muskelverletzten Juan Pablo Sorin als Kapitän des zweimaligen Weltmeisters vertrat, sieht Steigerungspotenzial: "Wir müssen uns noch finden." Die WM-Börsianer gingen denn auch milde mit den "Gauchos" um, die Aktie verlor lediglich 0,67 Prozent auf 23,79 WMark.

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