Länderspiel gegen Georgien
Debütantenball an der Ostsee

Das Spiel gegen Georgien ist für Bundestrainer Löw nur eine bessere Trainingseinheit auf dem Weg in die Slowakei.

BERLIN. Es war wohl das letzte Kapitel des Sommermärchens. Bei der Premiere des Sönke-Wortmann-Films in Berlin durfte noch ein letztes Mal Weltmeisterschaft sein. Bis auf Jürgen Klinsmann waren sie alle gekommen, um das „Dokument für die Ewigkeit“, wie Fußball-Bundestrainer Joachim Löw den Film bezeichnete, zu bestaunen.

Für Piotr Trochowski, Jan Schlaudraff und Clemens Fritz war der Empfang auf den roten Teppich die erste Amtshandlung in der Ausgehuniform des DFB. Nichts hatten sie mit der WM und mit dem Film zu tun, aber sie durften trotzdem dabei sein im Theater am Potsdamer Platz. Schließlich gehören die drei seit dieser Woche zum Kreis der Nationalmannschaft. Und die Filmvorführung sollte ihnen zeigen, zu was eine Mannschaft fähig sein kann. Selbiges Motivationsprogramm hatte Löw auch Torwart Nummer drei, Robert Enke, und den Abwehrspielern Malik Fathi und Alexander Madlung zugedacht.

Es ist so etwas wie der endgültige Aufbruch in die Post-Klinsmann-Ära. Bis auf Fathi spielte bislang keiner der Neuen auch nur eine Minute im Nationaltrikot. Im Freundschaftsspiel gegen Georgien morgen in Rostock könnte sich das ändern. Schließlich muss Löw auf sieben WM-Teilnehmer verzichten – neben den vier etatmäßigen Innenverteidigern Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Robert Huth und Jens Nowotny fallen auch Tim Borowski, Marcell Jansen und Oliver Neuville verletzungsbedingt aus. Zudem hat der Bundestrainer angekündigt Spieler wie Philipp Lahm, Miroslav Klose oder Bernd Schneider in dessen 75. Länderspiel nur 45 Minuten spielen lassen zu wollen.

Die Begegnung gegen Georgien ist für Löw nicht mehr als eine bessere Trainingseinheit. „Die Priorität liegt eindeutig bei dem EM-Qualifikationsspiel in der Slowakei“, sagt Löw, „da haben wir die Chance, einen direkten Konkurrenten zu distanzieren.“ Bei einem Sieg am kommenden Mittwoch in Bratislava hätten die Deutschen bereits sechs Punkte Vorsprung vor den Slowaken.

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