Länderspiel gegen Norwegen Go, Fight, Win! Weltmeister!

Angeblich gibt es keine Underdogs mehr im Fußball. Das stimmt nicht. Die Qualität der deutschen Spieler spricht für ein 10:0 gegen Norwegen – wenn denn das DFB-Team sein Leistungsvermögen abruft. Ein Kommentar.
Das Team von Joachim Löw startet am Sonntag in die WM-Qualifikation. Foto: Federico Gambarini Quelle: dpa
Joachim Löw

Das Team von Joachim Löw startet am Sonntag in die WM-Qualifikation. Foto: Federico Gambarini

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie deutsche Nationalmannschaft startet am Sonntag in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Gegner ist ein Team mit Spielern, die hierzulande kaum einer kennt und die international keine Rolle spielen. Der bekannteste Fußballer ist vielleicht Kapitän und Mittelfeldspieler Per Ciljan Skjelbred, der für Hertha BSC in der Bundesliga kickt. Sein Marktwert: Vier Millionen Euro.

Damit ist Skjelbred schon einer der teureren Kicker in einer Mannschaft, die insgesamt auf einen Wert von 50 Millionen Euro kommt. Wie wenig das ist, zeigt ein Vergleich: Der Teamwert entspricht dem eines Abstiegskandidaten in der Bundesliga. Aktuell sind in der deutschen Eliteklasse nur drei Kader – Freiburg, Ingolstadt und Darmstadt – weniger wert.

Der Marktwert der Nationalmannschaft ist dagegen Spitze und entspricht dem hohen Niveau von Rekordmeister Bayern München. Verglichen mit Norwegen könnte man den DFB-Kader aktuell etwa für das Zehnfache verkaufen, also für mehr als 500 Millionen Euro. Allein Stürmer Thomas Müller ist mit 75 Millionen Euro rund 50 Prozent mehr wert als alle norwegischen Kicker zusammen.

Bei so viel Qualität – ausgedrückt in Euro und Cent – sollten sich deutsche Fußballfans über den Ausgang des Spiels am Sonntag eigentlich keine Gedanken machen müssen. Dass Pleiten dennoch immer wieder vorkommen, liegt an den typischen Mechanismen im Fußball, wenn ein sportlich vermeintlich Kleiner gegen einen Großen spielt.

Der Underdog geht immer hoch motiviert in solche Spiele, weil er nur gewinnen kann, was hierzulande oft in DFB-Pokalspielen zu beobachten ist. Der große Favorit kann sich dagegen richtig blamieren, wenn er zu lässig agiert. Genau dies will Bundestrainer Jogi Löw vermeiden, um nicht erneut – wie in der EM-Quali – einem Rückstand in der Tabelle monatelang hinterherzujagen.

Entscheidend wird am Sonntag sein, ob die Deutschen ihre Offensivpower auf dem Platz zeigen – und sich durch die Defensivkünste und die Nadelstiche der Norweger nicht irritieren lassen. In diesem Fall müssen Fußballfans kein Debakel fürchten. Schließlich sind Jogis Jungs Weltmeister – und wollen es wieder werden. Für Kapitän Manuel Neuer & Co gilt daher der Schlachtruf: „Go! Fight! Win!“ 

Zum Abschied kullern die Tränen
Abschied
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„Das bedeutet mir sehr viel, dass jeder einzelne hier steht”, sagte der 32 Jahre alte Schweinsteiger über das Stadionmikrofon. Die Zuschauer im Borussen-Park applaudierten minutenlang, riefen „Fußball-Gott”.

Tief berührt
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„Es war für mich eine große Ehre, für Deutschland und euch Fans zu spielen”, sagte der 32 Jahre alte Schweinsteiger.

Weg damit
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„Jeder ist traurig. Wir wissen, was für ein großartiger Kerl und Fußballer er ist”, sagte Mesut Özil.

Ehrung für den Kapitän
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„Dass es so schön sein würde, hätte ich mir nicht erträumt. Es hat mich sehr gerührt”, sagte Schweinsteiger im ZDF. „Die Nationalmannschaft ist wie eine Familie.”

Dank der Fans
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Die Weltmeister-Auswahl gewann im letzten Länderspiel ihres Anführers gegen Finnland mit 2:0 (0:0) und schenkte dem 32-Jährigen ein herzliches Servus der 30.121 Fans.

Selfie mit Flitzer
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Nachdem sich ein Flitzer mit einem Trikot mit der Nummer 7 direkt auf dem Rasen ein Selfie mit Schweinsteiger abgeholt hatte, gab es nach 67 Minuten den großen Abschiedsmoment.

Abschied
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Bastian Schweinsteiger winkt bei seinem Abschiedsspiel ins Publikum. Foto: Federico Gambarini

 

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