Last-Minute-Sieg
Augsburg schlägt schwächelnde Freiburger

Der SC Freiburg hat seine Generalprobe für die Premiere in der Europa League gründlich. Das Team von Christian Streich verlor beim beim FC Augsburg. Die Fuggerstädter kämpften den Gegner nieder und haben einen Lauf.
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In einer lange Zeit unansehlichen Bundesliga-Partie beim FC Augsburg unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Streich beim FC Augsburg mit 1:2 (0:0), die Leistung der Breisgauer verheißt nichts Gutes für die Begegnung am Donnerstag gegen Slovan Liberec. Die erst in der zweiten Halbzeit besseren Gastgeber dagegen setzten ihren Aufwärtstrend fort und gewannen dank des Treffers von Tobias Werner (89.) erstmals drei Bundesliga-Spiele nacheinander.

Nach einer miserablen ersten Halbzeit beider Mannschaften hatte Freiburg in einem sehr zerfahrenen Spiel sogar noch gleich seine erste Chance zur überraschenden Führung genutzt: 22 Sekunden nach Wiederanpfiff traf der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Admir Mehmedi. Augsburg aber drängte danach vehement, war klar überlegen, Freiburg geriet arg ins Schwimmen und hatte neben Torhüter Oliver Baumann auch Glück, dass es nach dem Ausgleich durch Halil Altintop (61.) die letzte halbe Stunde ohne weiteren Gegentreffer überstand.

Zunächst hatte Augsburg zwei gute Chancen zur Führung besessen. Der Österreicher Raphael Holzhauser, vor einer Woche aus nicht näher geklärten Umständen von der U21-Auswahl seines Landes vorzeitig nach Hause geschickt, scheiterte aber aus halbrechter Position früh an Baumann (5.). Und statt in der 24. Minute frei vor Baumann erneut selbst zu schießen, legte Holzhauser quer auf Sascha Mölders - falsche Entscheidung: Matthias Ginter konnte dazwischengehen und problemlos klären.

Insgesamt allerdings taten sich beide Mannschaften nach der zweiwöchigen Länderspielpause enorm schwer, auf Touren zu kommen. Ein Spielfluss kam zunächst praktisch nicht zustande - auch, weil Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) überaus konsequent pfiff, bisweilen manchmal zu kleinlich. Und beinahe jede Entscheidung des Unparteiischen wurde angezweifelt und diskutiert, dabei lag er in der Sache in der Regel richtig - auch bei einer peinlichen Schwalbe von Mölders im Strafraum (45.).

Das Spiel war außerordentlich intensiv - aber auch über weite Strecken und vor allem in der ersten Halbzeit sehr unansehlich. Die Begegnung war geprägt von den vielen Zweikämpfen, zahlreichen Fouls und Fehlpässen. Es wurde Fußball gekämpft und gearbeitet, gestochert und gezogen - aber kaum gespielt. Bälle wurden ungenau abgespielt - oder sprangen vom Fuß. Auch Räume für ein konstruktives Aufbauspiel waren dabei kaum zu finden - auf beiden Seiten nicht. Immerhin: In der zweiten Halbzeit wurde es ein wenig unterhaltsamer.

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