LED-Werbebanden ausgefallen
Teure Panne beim Bundesliga-Relegationsspiel

Peinliches Missgeschick: Ein technischer Defekt hat bei der Partie Hertha BSC gegen Fortuna Düsseldorf die LED-Werbebande lahm gelegt. Der Schaden geht in die Hunderttausende. Großer Profiteur war die Deutsche Bahn.
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Köln/BerlinDie Zuschauer beim Relegationsduell zwischen Hertha BSC Berlin und Fortuna Düsseldorf konnten sich ganz auf das Spiel konzentrieren. Im Berliner Olympiastadion kämpften die beiden Klubs um den letzten freien Platz in der Fußballbundesliga. Über 68.000 Fans waren in der fast ausverkauften Arena vor Ort dabei, bei der Live-Übertragung der ARD schalteten mehr als sechs Millionen Menschen ein. Auch die Werbewirtschaft wollte das Event nutzen. Doch der Auftritt ging schief. Die LED-Bande rund um das Spielfeld blieb während der gesamten Begegnung schwarz – allein das Logo „bundesliga.de“ in Höhe des Mittelkreises leuchtete unbeirrt.

Die Ursache für den Ausfall sei noch nicht endgültig geklärt, sagt Hartmut Schultz, Sprecher der Sportsman Media Group, die die Werbeflächen der Relegation vermarktet hatte. Es habe einen Systemausfall beim technischen Dienstleister Sporteo gegeben. Das Unternehmen sei der „älteste und erfahrenste Dienstleister“ bei LED-Banden in Deutschland: „Sie haben damit zuvor schon 1.200 Spiele begleitet, dabei gab es nie technische Probleme“, sagt Schultz. Details zum wirtschaftlichen Schaden will er nicht nennen – dieser beläuft sich Schätzungen zufolge auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Wer dafür aufkommt, ist noch nicht klar. Ob Sporteo eine Versicherung abgeschlossen hat, ist laut Schultz nicht bekannt – Sporteo wollte dazu keinen Kommentar abgeben. „Klar ist, dass die werbetreibenden Unternehmen nichts bezahlen müssen“, sagt Schultz. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist nicht betroffen, da die Rechte von der Sportsman Group schon erworben worden sind.

Mit den Sponsoren selbst habe Sportsman größtenteils schon während des Spiels im Stadion über den Ausfall sprechen können. Sie zeigten laut Schultz Verständnis: „Niemand ist gegen technische Ausfälle gefeit“, sagt er. Im Fokus stehe beim Dienstleister derzeit nicht die Fehlersuche. Wichtiger sei, für die weiteren Begegnungen ein funktionierendes System bereitzustellen. Fest stehe, dass das System aus Berlin in der aktuellen Relegationsrunde nicht mehr zum Einsatz kommt. Am heutigen Freitagabend treffen Regensburg (3. der 3. Liga) und Karlsruhe (16. der 2. Liga) im zweiten Relegationsduell aufeinander – der Sieger aus Hin- und Rückspiel tritt in der kommenden Saison in der zweiten Liga an. Auch hier werden LED-Banden aufgestellt.

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