Letzter Auftritt vor dem Karriereende
Butt darf gegen Stuttgart das Tor hüten

Hans-Jörg Butt beendet nach dieser Saison seine Karriere. Vorher darf der 37-Jahre alte Ersatzmann der Bayern nochmal ins Tor. Beim Heimspiel gegen Stuttgart wird es für den Ex-Nationaltorwart ein „Abschiedsspiel“ geben.
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MünchenFeiner Zug von Jupp Heynckes: Der Trainer des FC Bayern München gönnt dem ehemaligen Fußball-Nationaltorhüter Jörg Butt zum Abschluss der Profikarriere noch einmal einen großen Auftritt vor ausverkauftem Haus. Der 37 Jahre alte Ersatzmann von Manuel Neuer wird am Samstag im Süd-Duell gegen den VfB Stuttgart noch einmal im Tor des Rekordmeisters stehen. „Er wird selbstverständlich von Anfang an spielen. Das wird sein Abschiedsspiel in der Allianz Arena“, sagte Heynckes am Freitag.

„Butt, Butt, Butt“-Rufe werden damit noch einmal lautstark durch das mit 66.000 Zuschauern ausverkaufte Stadion hallen. „Ich freue mich einfach auf das Spiel“, sagte der Schlussmann, der 1996 beim damaligen Zweitligisten VfB Oldenburg seine Profi-Laufbahn begonnen hatte. Er freut sich vor seinem 387. Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse besonders auf die Atmosphäre - gerade jetzt, wo in München alle „euphorisiert“ seien durch das bevorstehende Königsklassen-Endspiel gegen den FC Chelsea am 19. Mai.

„Der Champions-League-Sieg wäre ein krönender Abschluss meiner Karriere. Besser könnte es nicht laufen“, sagte Butt, der 2008 nach München wechselte und in der Bundesliga auch für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen spielte. In München wurde der gebürtige Oldenburger endlich auch deutscher Meister. „Das sportliche Highlight war 2010 mit dem Double, dem Champions-League-Finale und der WM mit dem Einsatz im Spiel um den dritten Platz“, sagte Butt. Er wird im Sommer Jugendkoordinator beim FC Bayern. „Jörg hat sich das nicht nur verdient, er war überragend in seiner Haltung, in seinem Verhalten in der Mannschaft, darum ist das eine Selbstverständlichkeit“, betonte Heynckes.

Der Trainer kann es sich leisten, nach dem umjubelten Kraftakt in Madrid unter anderem dem Elfmeter-Helden Neuer eine Pause zu gönnen. Auch mit seinem in dieser Saison zweimal verletzten Mittelfeldchef Bastian Schweinsteiger müsse er „behutsam“ umgehen. Beim angeschlagenen Abwehrspieler Jérome Boateng werde er ebenfalls kein Risiko eingehen. Eine extreme Rotation wie zuletzt in Bremen plant Heynckes trotz der anstrengenden Partie in Madrid vor eigenem Publikum aber nicht. „Ich möchte eine Mannschaft zusammenstellen, die gewisse Garantien hat, das Spiel zu gewinnen“, sagte er.

Da Holger Badstuber, David Alaba und Luiz Gustavo im großen Champions-League-Finale gesperrt sein werden, könnte Heynckes schon erste Alternativen testen. Etwa Anatoli Timoschtschuk in der Innenverteidigung. Er sei aber „kein Freund davon, vorher schon alles Mögliche zu verändern“, betonte Heynckes. Er erinnerte auch daran, dass vor der erhofften Krönung gegen Chelsea zunächst das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund am 12. Mai in Berlin kommt: „Deswegen muss ich sehen, dass alle Spieler im Rhythmus bleiben.“

Uli Hoeneß befürchtet unterdessen nicht, dass sein Freund nach einem Champions-League-Triumph vorzeitig als Trainer aufhören könnte. „Ich weiß, dass der Jupp, wenn er die Unterstützung des Clubs und der Verantwortlichen hat, nie fahnenflüchtig werden würde, niemals“, sagte der Präsident in der „Süddeutschen Zeitung“ und der Münchner „Abendzeitung“.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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