Liga-Chef Seifert: „Bundesliga hat Rückstand von zehn Jahren“

Liga-Chef Seifert
„Bundesliga hat Rückstand von zehn Jahren“

Ausländische Teams wie Arsenal London erzielen hohe Millionenabschlüsse bei Sponsoring-Verträgen – auch wegen deren weltweiter Bekanntheit. Die Bundesliga hinkt hinterher, meint Liga-Geschäftsführer Christian Seifert.
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DüsseldorfHeute Abend beginnt die K.-o.-Runde in der Königsklasse des europäischen Fußballs. Erstmals in der Geschichte der Champions League stehen vier deutsche Clubs im Achtelfinale. Für Christian Seifert, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), ist nach dem rein deutschen Finale 2013 die sportliche Basis für weiteres Umsatzwachstum gelegt: „Ich bin davon überzeugt, dass die Bundesliga von dauerhaft guten Leistungen in der Champions League in der globalen Vermarktung profitieren wird“, sagte Seifert in einem Interview mit dem Handelsblatt (Interview zum Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft).

Besonders mit Blick auf die englische Premier League hält er das Markenpotenzial vieler Bundesligavereine für stark ausbaufähig: „Wenn man sieht, dass Puma gerade einen dreistelligen Millionenbetrag als Ausrüster von Arsenal London zugesagt hat, macht das nachdenklich“, räumt der DFL-Chef ein. Klubs wie Arsenal oder der FC Barcelona seien global präsent – und das sei der Unterschied zu den meisten deutschen Vereinen. „Was die Auslandsvermarktung angeht, hat die Bundesliga einen Rückstand von zehn Jahren im Vergleich zur Premier League“.

Mit Sorge beobachtet Seifert die immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich im europäischen Profifußball: „Von den Klubs, die in den vergangenen zehn Jahren im Finale der Champions League standen, gehörten nur drei nicht zu den zehn umsatzstärksten Vereinen in Europa. Die Uefa muss deshalb in den nächsten Jahren berücksichtigen, dass der Wettbewerb in den nationalen Ligen durch die Mittel aus der Champions League nicht weiter zementiert wird“, mahnt der DFL-Chef.

Beteiligungen, wie jüngst die des Versicherungskonzerns Allianz beim deutschen Rekordmeister Bayern München und des US-Finanzinvestors KKR bei Hertha BSC Berlin sieht Seifert dagegen positiv: „Aus meiner Sicht können solche finanziellen Engagements durchaus sinnvoll sein. Immerhin ist die Bundesliga wirtschaftlich und sportlich eine der stärksten Profiligen der Welt.“ Schwierig sei es hingegen, wenn sich ein Finanzinvestor nur für ein paar Jahre in der Bundesliga engagiert und dann über Nacht wieder aussteigt. „In dieser Zeit hätte er den Verlauf des Wettbewerbs einschließlich Abstieg und Qualifikation für internationale Wettbewerbe de facto beeinflusst. Wir sind es den Klubs, deren Fans und Wirtschaftspartnern schuldig, hier sehr genau hinzuschauen.“

Das gesamte Interview finden Sie zum Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

Sven Afhüppe
Sven Afhüppe
Handelsblatt / Chefredakteur
Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Teamleiter Sport

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  • Dieser Vogel ist auch überflüssig.

  • Wieder so ein 3x schlauer Dampfplauderer.

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