Liga spannend
„Minimal“ München unter Zugzwang

Zwischen Europacup und Länderspiel geht die Jagd auf den FC Bayern München weiter. Nach einer wenig berauschenden Vorstellung der deutschen Clubs auf internationaler Bühne mit nur drei Siegen in acht Spielen lockt die Bundesliga mit neuer Spannung.

dpa DÜSSELDORF. Die vor einer Woche gerissene Erfolgsserie des scheinbar übermächtigen Rekordmeisters beendete das Gerede von drohender Langeweile im Titelkampf. Den knappen Vorsprung vor Hamburg (1 Punkt) und Bremen (2) würde der FC „Minimal“ München liebend gern in die zweiwöchige Länderspielpause retten.

Wie schon beim farblosen Erfolg in der Champions League gegen Brügge könnte der laut Manager Uli Hoeneß „gnadenlose Ergebnisfußball“ helfen, die Tabellenspitze im Heimspiel gegen Wolfsburg mit Erfolg zu verteidigen. Die Diskussionen über die mangelnde Spielkultur seines Teams, das vier der vergangenen fünf Pflichtspiele mit 1:0 gewann, lassen Trainer Felix Magath angesichts des Traumstarts kalt: „Es geht im Moment nur darum zu gewinnen. Sollte es wieder ein 1:0 geben, kann ich damit leben.“

Beste Chancen, den Bayern dauerhaft Paroli bieten zu können, werden derzeit dem Hamburger SV eingeräumt. Das glückliche 1:0 in Kopenhagen, mit dem der Tabellenzweite den drohenden Erstrunden-Knockout im Uefa-Cup dank der Hilfe des Schiedsrichters abwendete, sorgt für Rückenwind im Kampf um Bundesliga-Punkte. In Kaiserslautern soll die Serie von inzwischen 18 Pflichtspielen ohne Niederlage fortgesetzt werden. Erfolgstrainer Thomas Doll ist guter Dinge, dass die wachsende Euphorie über den drohenden Kräfteverschleiß hinweghilft: „Jetzt haben wir die Doppelbelastung, die wir wollten, und werden professionell weiter arbeiten.“

Wie beim HSV zeigt auch die Formkurve bei Hertha BSC deutlich nach oben. Der beste Bundesliga-Start seit 35 Jahren könnte in der Spitzenpartie des 8. Spieltags gegen Werder Bremen veredelt werden. Gelingt der vierte Heimsieg der Saison in Serie, verdrängen die Berliner den Gast vom dritten Tabellenrang. Unmittelbar nach dem 3:1 über Apoel Nikosia schickte Trainer Falko Götz seine Profis an das Nudel-Buffett und danach ins Bett. „Der Uefa-Cup war die beste Vorbereitung. Wir haben alle Voraussetzungen geschaffen, damit es ein richtiges Spitzenspiel wird“, sagte Manager Dieter Hoeneß.

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