Fußball
Lincoln will für DFB-Elf auflaufen

Der brasilianische Mittelfeldspieler Lincoln von Schalke 04 will offenbar bald für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen. "Wenn Klinsmann mich anrufen würde, wäre das sofort aktuell", sagte der 26-Jährige.

Nach Paulo Rink könnte offenbar schon bald der nächste Brasilianer das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überstreifen. Mittelfeldstar Lincoln vom Vizemeister Schalke 04 würde gerne für die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spielen. "Ich habe das auch meiner Familie in Brasilien erklärt: Mein Lebensmittelpunkt liegt jetzt in Deutschland. Ich bin fast fünf Jahre hier, ich weiß, wie die Deutschen ticken, ich kenne deren Mentalität", sagte der 26-Jährige, der derzeit nach seiner Spuckattacke im Ligapokal-Finale gegen den VfB Stuttgart (1:0) noch gesperrt ist, der Bild am Sonntag.

"Das ist wirklich ein Thema für mich"

"Wenn Klinsmann mich anrufen würde, wäre das sofort aktuell. Die deutsche Nationalmannschaft ist jetzt wirklich ein Thema für mich", sagte Lincoln weiter. Der Brasilianer lebt seit 2001 in Deutschland und hat bei den Königsblauen einen Vertrag bis 2008. Laut "Bams" wäre eine so genannte Sporteinbürgerung sehr schnell möglich. 1995 hatte der Südafrikaner Sean Dundee auf diesem Weg einen deutschen Pass erhalten, aber danach nie für die DFB-Auswahl gespielt.

Sehr angetan von Lincolns Ansinnen ist Manager Uli Hoeneß von Double-Gewinner Bayern München. "Wenn Lincoln Deutscher werden will, dann soll er das tun. Denn einen Spieler wie ihn können wir sehr gut gebrauchen", meinte Hoeneß nach dem 4:0 der Bayern im Pokal gegen den MSV Neuruppin.

Lincoln hakt "Selecao"-Berufung ab

Lincoln, der nach seiner "Lama"-Attacke gegen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger noch für das nächste Bundesligaspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach gesperrt ist, hat eine Karriere in der brasilianischen "Selecao" abgehakt. "Das ist zwar schwer zu akzeptieren, aber ich muss damit leben", sagte der Schalker Spielmacher.

Gegen eine Einbürgerung Lincolns sprach sich der frühere DFB-Teamchef Rudi Völler aus. "Wenn Lincoln sich für Deutschland entscheidet und das auch akzeptiert wird, sich dazwischen aber die Brasilianer melden, dann kippt er um", sagte der Sportdirektor von Bayer Leverkusen im DSF: "Der Bezug zum Land muss da sein. Deshalb warne ich davor."

© SID

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