Lionel Messi
Der Floh schießt sich warm

Lionel Messi sorgt gehörig für Alarm. Der Argentinier spielt wie entfesselt. Das Form-Hoch kommt zur richtigen Zeit. Denn am Wochenende steht der vorentscheidende Clásico an. Cristiano Ronaldo dürfte gewarnt sein.
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MadridLionel Messi hat die Bewunderer wieder auf seiner Seite. „Messi macht wieder, was und wann er will. Es fehlt nur noch, dass er ein Tor mit dem Backenzahn erzielt“, schrieb die Zeitung „El Mundo“ nach den nächsten beiden Toren des Superstars beim 2:0 des FC Barcelona am Samstag bei Aufsteiger SD Eibar. Und auch das Madrider Sportblatt „As“ klagte voller Anerkennung, mit Messi zu spielen sei „illegal“ und wettbewerbsverzerrend.

Mit seinen Saisontoren Nummer 31 und 32 ließ der viermalige Weltfußballer seinen Erzrivalen Cristiano Ronaldo von Real Madrid (30) in der Torschützenliste erstmals nach langer Zeit wieder hinter sich. Noch kurz vor Weihnachten lag der Portugiese – der Messi 2013 und 2014 als weltbesten Fußballer abgelöst hatte – noch mit 25:15 in Führung.

Cristiano Ronaldo konnte am Sonntagabend nicht kontern. Bei Real Madrids 2:0-Erfolg über UD Levante ging „CR7“ leer aus und musste dem zweimal erfolgreichen Gareth Bale (18./40. Minute) als Torschütze den Vortritt lassen. Nach dem ohne die Weltmeister Toni Kroos und Sami Khedira errungenen Sieg liegt Real in der Tabelle aber weiter nur einen Punkt hinter den Katalanen zurück.

Bei seinem 275. Liga-Treffer zum 2:0-Endstand sorgte Messi sogar für ein Novum: Erstmals traf der nur 1,69 Meter große „Floh“ nach einer Ecke per Kopf. Zuvor hatte Messi per Elfmeter getroffen, nachdem er zuletzt zweimal vom Punkt gescheitert war. Der Vizeweltmeister von 2014 sei „ein Genie“ und „unersättlich“, schwärmten die Zeitungen.

Es war der fest eingeplante Sieg vor der „Riesenwoche“ der Katalanen. Am Mittwoch kommt es zum Champions-League-Rückspiel gegen Manchester City, ehe am Sonntag in der Primera División der womöglich vorentscheidende Clásico gegen Real Madrid ansteht. „Wir sind in perfekter Verfassung“, betonte Coach Luis Enrique. Gegen Eibar reichte schon eine halbe „B-Elf“ und eben der „neue Messi“.

Der Mann aus Rosario will seine Jagd nach Rekorden weiter fortsetzen. Nur noch elf Tore fehlen, um seine Bestmarke von 43 Treffern aus 2011/12 und 2012/13 zu übertreffen. Dass ihm dies gelingt, glauben 88 Prozent der Leser in einer „El Mundo“-Online-Umfrage. Zudem fehlen Messi nur noch drei Treffer, um die Traummarke von 400 Pflichtspiel-Toren im Barça-Trikot zu erreichen.

Weniger Freude als in Katalonien herrscht derweil bei Bayer Leverkusens Champions-League-Gegner Atlético Madrid. Nach dem mageren 0:0 bei Espanyol Barcelona – bei dem Ex-Bayern-Torjäger Mario Mandzukic wegen Sperre fehlte und Verteidiger Miranda die Rote Karte sah – gerät die Titelverteidigung bei neun Punkten Rückstand auf Barcelona (65 nach 27 Runden) in weite Ferne. Zudem wurde das Team des Madrider Arbeitervereins erstmals nach vier Monaten vom FC Valencia vom dritten Tabellenplatz verdrängt.

Am Dienstag muss nun daheim gegen Leverkusen ein 0:1 wettgemacht werden. Trainer Diego Simeone bleibt optimistisch. „Es ist wahr, dass unsere Stürmer zur Zeit Ladehemmung haben. Aber die Liga ist noch nicht verloren, und für Dienstag arbeiten wir bereits.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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