Lizenzstreit Die Bullen aus Leipzig kuschen

Der Zweitliga-Aufsteiger RB Leipzig hat eine zentrale Auflage der Deutschen Fußballliga erfüllt. Das Vereinswappen unterscheidet sich nun etwas stärker vom Logo des Sponsors - dem Marketingkonzern Red Bull.
Update: 27.05.2014 - 09:31 Uhr Kommentieren
Von der Aufstiegseuphorie zum Lizenztheater
RB Leipzig
1 von 14

Das neue Logo des Fußball-Zweitligisten RasenBallsport Leipzig (RB Leipzig). Die Schrift des Vereins ist nun unten, die gelbe Sonne ist weg. Dafür ist nun ein Fußball auf dem Logo. Nur noch die roten Bullen zeigen die Verbindung zum Sponsor Red Bull auf.
Foto: RB Leipzig/dpa

RB Leipzig - FC Saarbrücken
2 von 14

Auf der Fahne rechts ist noch das alte Logo. „Dritte Liga war schön, Zeit für uns zu geh'n“, sangen Fans und Mannschaft von RasenBallsport Leipzig. Beim euphorisch bejubelten 5:1 (4:0) gegen den 1. FC Saarbrücken stand der Aufstieg in die 2. Bundesliga früh fest.

Erinnerung an Red Bull
3 von 14

Das alte Logo von RB Leipzig erinnerte zu stark an den Sponsor Red Bull, monierte die Deutsche Fußballliga (DFL). Hier zum Vergleich eine Red-Bull-Werbebande am Spielfeldrand.

Leipzig auf Facebook
4 von 14

Der Auftritt auf Facebook im Jahr 2014: Der Hintergrund blau, der Ball größer, das RB vor dem Stadtnamen statt oben drüber: Das neue Logo erinnert weniger an den Getränkehersteller als vorher.

Foto: Screenshot/Facebook

Red Bull Cola
5 von 14

Zwei Dosen Red Bull Cola. Um dieses Getränk geht es vor allem beim Sponsoring von Red Bull.

Dietrich Mateschitz
6 von 14

Mateschitz hat die Getränkefirma Red Bull gegründet. Er finanziert den Fußballverein RB Leipzig. „Er ist in erster Linie Fan, jemand der mitfiebert und auch mitleidet, wenn mal etwas nicht so läuft“, sagt Sportdirektor Ralf Rangnick über Mateschitz.

Nach dem Aufstieg
7 von 14

Die Mannschaft um den sichtlich gelösten Trainer Alexander Zorniger genoss den Trubel. Auch der Spitzname „Die roten Bullen“ auf den T-Shirts deutet auf die Verbindung zum Sponsor.

LeipzigZweitliga-Aufsteiger RB Leipzig hat sein Logo heimlich, still und leise verändert. Ohne vorherige Ankündigung oder erklärende Worte prangte das leicht modifizierte Logo am Montag auf der Facebook- und Twitter-Seite des Klubs.

Die Änderung war eine Bedingung der Deutschen Fußball Liga (DFL), damit der von einem österreichischen Getränkehersteller finanzierte Verein die Zweitliga-Lizenz erhält. Im neuen Logo ist die gelbe Sonne im Hintergrund der beiden roten Bullen verschwunden, sie ist zentraler Bestandteil des Firmenlogos des Sponsors (Red Bull).

Der Ball im Emblem wird dafür größer. Die Abkürzung "RB", die offiziell für RasenBallsport steht, aber auch Bezug auf den Sponsorennamen nimmt, ist in die untere Zeile zum Wort "Leipzig" gerückt und wird nicht mehr durch eine rote Färbung hervorgehoben.

Nach dem Ende des Lizenzstreits mit der DFL sind die Leipziger auch dazu verpflichtet, ihre Gremien künftig mit "mehrheitlich unabhängigen Persönlichkeiten" zu besetzten. Allerdings bleibt der Klub wohl ein exklusiver Verein. Von der zunächst ebenfalls geforderten Öffnung für weitere Mitglieder war zuletzt keine Rede mehr. Angeblich soll es nur neun stimmberechtigte Mitglieder geben, der Jahresbeitrag beträgt 800 Euro.

Das Team von RB Leipzig startet bereits in vier Wochen in die erste Saison der 2. Fußball-Bundesliga. Am 18. und 19. Juni empfängt Trainer Alexander Zorniger seine Spieler zu ersten Leistungstests und medizinischen Untersuchungen. Einen Tag später findet der öffentliche Trainingsauftakt statt.

Am 22. Juni tritt RB Leipzig zu einem Benefizspiel beim Bezirksligisten VfB Zwenkau an. Der Erlös soll der Mutter eines Jugendspielers zugutekommen, die im Winter bei der Fahrt zu einem Hallenturnier verunglückt ist. Danach ist ein viertägiges Trainingslager im brandenburgischen Neuruppin inklusive eines Testspiels geplant. Vom 7. bis 15. Juli reist die Mannschaft ins Trainingslager nach Schladming (Österreich).

Das Reich von Red Bull
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Lizenzstreit - Die Bullen aus Leipzig kuschen

0 Kommentare zu "Lizenzstreit: Die Bullen aus Leipzig kuschen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%