Lob der Fifa
„Fest für und mit den Fans“

"Die Fan-Feste sind ein großer Erfolg. Damit haben wir das erreicht, was wir wollten: Ein Fest für und mit den Fans", erklärte Fifa-Mediendirektor Markus Siegler am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Keine Spur von Randale, dagegen fantastische Stimmung und Atmosphäre in den Stadien sowie bei den Fan-Festen in den Städten: Der Fußball-Weltverband Fifa konnte auch am zweiten WM-Wochenende ein positives Fazit in punkto Sicherheit ziehen. "Wir sind sehr zufrieden. Es gab außer beim Spiel Deutschland gegen Polen in Dortmund keine Zwischenfälle. Und die hatten die deutschen Behörden schnell im Griff. Die Fan-Feste sind ein großer Erfolg. Damit haben wir das erreicht, was wir wollten: Ein Fest für und mit den Fans", erklärte Fifa-Mediendirektor Markus Siegler am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Auch OK zufrieden

Dies sieht auch das deutsche WM-Organisationskomitee so. "Wir sehen das mit großer Freude. Auch die nicht-offiziellen Fan-Feste verlaufen friedlich", sagte OK-Sprecher Gerd Graus und fügte bilanzierend für die bisherige WM hinzu: "Zwei Flitzer und drei bengalische Feuer - damit können wir gut leben."

Für Aufregung sorgte am Samstag in Bremen nur ein junger Iraner. Der 15-Jährige, ein Fan der iranischen Nationalmannschaft, war über die Niederlage gegen Portugal (0:2) und dem damit verbundenen WM-Aus in der Vorrunde so enttäuscht, dass er mit einer Schreckschusswaffe mehrfach in die Luft schoss, dabei aber niemanden verletzte. Der Jugendliche stellte sich freiwillig der Polizei, die Waffe wurde bei seinem 18 Jahre alten Begleiter sichergestellt. Gegen beide Personen wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Dagegen gab es in anderen Städten keine besonderen Vorkommnisse. In Kaiserslautern waren am Rande der Partie Italien gegen die USA (1:1) am Samstagabend auf der Fan-Meile mit rund 100 000 Besuchern so viele Menschen unterwegs, wie die pfälzische Kommune Einwohner hat.

Positiver Ausnahmezustand

"Wir hatten den Ausnahmezustand im positiven Sinn. Es war ein absoluter Besucherrekord. Von ein paar kleineren Vorkommnissen wie Taschendiebstählen abgesehen, ist alles friedlich verlaufen", sagte Sabine Schöneberger, Sprecherin der rheinland-pfälzischen Polizei.

Friedlich verlief auch eine Kundgebung der Freunde Israels vor dem Spiel Iran gegen Portugal (0:2) am Samstag in der Frankfurter Innenstadt. Rund 500 Sympathisanten hatten auf dem Opernplatz "Gegen Rechts und für den Staat Israel" demonstriert.

"Zu besonderen Vorkommnissen ist es dabei nicht gekommen. Alle anderen Demonstrationen hatte die Stadt ja verboten", erklärte ein Sprecher der Polizei. Auch die Situation rings um das Stadiongelände sei sehr ruhig gewesen.

Untersagt worden war im Vorfeld des Spiels eine Demonstration von Rechtsradikalen, die sich am Rande der Partie mit dem iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad solidarisieren wollten, der wiederholt den Holocaust geleugnet und das Existenzrecht Israels in Frage gestellt hatte.

Auch Ghanas Freudenfest in Köln verlief nach dem 2:0-Sieg gegen Tschechien fast ohne nennenswerte Zwischenfälle. Die Polizei meldete zwei Festnahmen wegen gefährlicher Körperverletzung, eine Festnahme wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Zuwanderungsgesetz sowie sieben Ingewahrsamnahmen in Folge übermäßigen Alkoholgenusses. Doch auch diese Zwischenfälle konnten nach Polizeiangaben die "positive Bilanz eines sonnigen Tages nicht trüben".

© SID

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