Lob
Frings lobt Ballack über den grünen Klee

Nationalspieler Torsten Frings lobt DFB-Kapitän Michael Ballack vor dem zweiten EM-Gruppenspiel in den höchsten Tönen: Vor allem die Mannschaftsdienlichkeit und die starke Defensivarbeit des Team-Captains sei von großer Bedeutung für den Erfolg der gesamten Mannschaft.

Nationalspieler Torsten Frings hat Kapitän Michael Ballack vor dem zweiten EM-Gruppenspiel am Donnerstagabend in Klagenfurt gegen Kroatien noch einmal ausdrücklich gelobt. "Der Balle stellt sich in den Dienst der Mannschaft, obwohl er ein sehr torgefährlicher Spieler ist, der durch unser System ein bisschen von seiner Torgefahr verliert. Aber er weiß, dass die Mannschaft, wenn sie stabil stehen will, ihn weiter hinten braucht. Das nenne ich Vorbildfunktion!", sagte der 31-Jährige in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Donnerstag-Ausgabe).

Die Mannschaft habe laut Frings "dann die Pflicht, ihm was zurückzugeben und ihn so oft wie möglich nach vorn zu bringen". Im modernen Fußball sei es aber eben so, "dass man persönliche Eitelkeiten auch mal hinten anstellen muss. Michael verzichtet für die Mannschaft auf einen Teil seiner Stärken, aber wenn wir am Ende Erfolg haben, war alles richtig."

Ballack verdeutlichte im SZ-Doppelinterview mit Frings, mit dem er zusammen im Mittelfeld das Herzstück der DFB-Auswahl bildet, jedoch, dass es für ihn kein Problem sei, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. "Ich muss nicht mehr zeigen, dass ich torgefährlich bin. Ich habe meine Qualitäten schon bewiesen, und jetzt, mit 31, will ich mit der Nationalelf auch mal einen Titel gewinnen. Da schaut man natürlich erst recht, was das Beste fürs Team ist."

Bei der EM 2004 in Portugal, als die deutsche Nationalmannschaft schon in der Vorrunde ausgeschieden war, habe er auch weiter vorne gespielt, ergänzte der 31 Jahre alte Ballack: "Und was hat´s gebracht? Im heutigen Fußball ist der Zehner praktisch ausgestorben, es gibt kaum mehr Spieler, die nicht oder nur wenig nach hinten arbeiten müssen."

Frings (31), der wie Ballack bis zur WM 2010 in Südafrika weitermachen will, möchte dem Kapitän auch in Zukunft ermöglichen, "dass er ohne Angst im Hinterkopf nach vorne marschieren kann, weil er weiß, dass ich die Lücke hinter ihm zumache. Wir verstehen uns schon richtig gut: Da reicht manchmal nur ein Blick, um zu wissen, was der andere will."

© SID

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