Fußball
Löw betont "sehr gute" Kommunikation mit Klinsmann

Nach der jüngsten Kritik an Jürgen Klinsmann hat Joachim Löw dem Bundestrainer den Rücken gestärkt. "Die Kommunikation ist sehr gut", meinte der Assistent. Klinsmann selbst erklärte, er habe "völlig den Überblick".

Joachim Löw hat den Weg von Bundestrainer Jürgen Klinsmann nochmals verteidigt und sieht in der Zusammenarbeit mit der Bundesliga keinerlei Probleme. "Die Kommunikation ist sehr gut. Wir haben die Trainer über unsere Wege informiert", erklärte der Assistent von Klinsmann am Samstag in der Halbzeit des Spitzenspiels zwischen Schalke 04 und Meister Bayern München gegenüber Premiere: "Zur Kritik an der Abwesenheit von Jürgen kann ich folgendes sagen: Es gibt eine klare Absprache, Jürgen fliegt nach den Länderspielen nach Hause, und ich sehe mir am Wochenende zwei Spiele an. Damit sind wir über alles informiert."

"Der soll hier herkommen"

Der Manager von Bayern München, Uli Hoeneß, attackierte den Bundestrainer derweil nach der Partie Schalke gegen Bayern besonders heftig. "Der soll hier herkommen und nicht ständig in Kalifornien rumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen", polterte Hoeneß im Interview mit dem Pay-TV-Sender Premiere.

Klinsmann selbst rechtfertigte sich nur kurze Zeit später in der ARD-Sportschau via Schalte aus Kalifornien: "Wir waren zwölf Tage mit der Nationalmannschaft unterwegs. Zum einen wollte ich auch gerne mal wieder meine Familie sehen. Außerdem habe ich völlig den Überblick und bin über alles informiert", meinte der Bundestrainer, der außerdem erklärte, dass sein Wunsch, nach dem Länderspiel gegen China (1:0) noch "ein, zwei Tage" in Deutschland zu bleiben, nicht angenommen worden sei.

In der Welt am Sonntag erklärte Klinsmann: "Es passt einigen Leuten nicht, wie ich an die Dinge herangehe, was ich für eine Denkweise habe und dass sie mich nicht greifen können, wie sie es gern hätten. Ich werde auch künftig zweimal im Monat nach Deutschland kommen, daran wird sich nicht ändern. Es sei denn, es steht etwas Außergewöhnliches an." Noch vor ein paar Monaten sei sein Wohnsitz "kein Thema" gewesen. Aber jetzt sei die Leistung nicht so gut wie beim Konföderationen-Cup, also käme "alles hoch".

Kritik aus der Bundesliga

Im Laufe der Länderspielpause mit den Partien der deutschen Nationalmannschaft in der Türkei (1:2) und gegen China (1:0) in Hamburg hatte es aus der Bundesliga von verschiedenen Verantwortlichen Kritik an der generellen Kommunikation, an der Wohnort-Situation Klinsmanns und an den Trainingsmethoden gegeben.

"Wir können die Kritik nicht so richtig einordnen. Wir sind offen für jegliche Art Beratung und nicht beratungsresistent. Wir gehen unseren Weg. Wir haben bei jedem Spieler einen Ist-Zustand festgestellt und ihm dann gesagt, in welchen Bereichen er sich verbessern kann", meinte Löw und nannte Bereiche wie "professionelles Leben", "Training, Technik, Fitness" oder "Regeneration".

© SID

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