Fußball
Löw steht zu Schweinsteiger und Deisler

Keine Zweifel hat Assistenztrainer Joachim Löw an der Wichtigkeit von Bastian Schweinsteiger und Sebastian Deisler für die Nationalmannschaft gelassen - obwohl beide derzeit bei Bayern München nicht zum Einsatz kommen.

Die fehlende Spielpraxis bei Bayern München könnten Bastian Schweinsteiger und Sebastian Deisler ausgerechnet in der Nationalmannschaft sammeln. Obwohl die Mittelfeldspieler beim Rekordmeister derzeit nicht zur Stammelf gehören, hat sich Assistenztrainer Joachim Löw vor den beiden Länderspielen der DFB-Auswahl am Samstag (20.30 Uhr/live im ZDF) in Bratislava gegen die Slowakei und am 7. September in Bremen gegen Südafrika (20.30 Uhr/live in der ARD) für die beiden stark gemacht.

"Beide sind sehr wichtige Spieler für uns und genießen einen hohen Stellenwert. Es war klar, dass sie nach dem Confed Cup und der kurzen Vorbereitung etwas länger brauchen, um in die Saison zu kommen", sagte Löw dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Schweinsteiger noch nicht einmal eingewechselt

Vor allem für Schweinsteiger ist der Trip zur Nationalelf, die sich am Dienstagabend in Berlin im Hotel Grand Hyatt trifft, eine willkommene Abwechslung zum derzeit tristen Alltag beim FC Bayern. In den bisherigen drei Bundesligaspielen durfte "Schweini" noch keine Minute mitspielen. Deisler wurde wenigstens dreimal eingewechselt.

In einer ähnlichen Situation befinden sich auch Gerald Asamoah bei Schalke 04 und Andreas Hinkel beim VfB Stuttgart. Für Löw ist die fehlende Spielpraxis einiger Nationalspieler zum jetzigen Zeitpunkt aber noch "kein Problem. Hauptsache, sie bekommen über die Saison hinweg ihre Einsätze".

Scholl momentan kein Thema

Für die WM 2006 (9. Juni bis 9. Juli) hat Bayern-Trainer Felix Magath indes den 34 Jahre alten Mehmet Scholl ins Gespräch gebracht. Scholl könne als Joker ein Spiel immer entscheiden: "Warum sollte man ihn nicht zur WM mitnehmen?" Doch für Löw stellt sich dieses Thema "momentan nicht". Scholl sei zwar unbestritten ein "hervorragender Fußballer. Aber die Voraussetzung, dass man darüber nachdenkt, wäre erst einmal, dass er über einen längeren Zeitraum spielt und trainiert", betonte Löw.

Immerhin sei Scholl in den letzten zwei, drei Jahren "sehr, sehr häufig" verletzt gewesen. Verletzt ist derzeit Torsten Frings von Werder Bremen. Wegen einer Entzündung am Fuß ist der Einsatz des Mittelfeldspielers am Samstag in der Slowakei fraglich. Frings wird aber auf jeden Fall nach Berlin anreisen.

"Nach Aussage der medizinischen Abteilung von Werder braucht er ein paar Tage, bis er wieder einsatzfähig ist. Man muss abwarten, wie sich die Sache entwickelt und ob er am Samstag spielen kann", sagte Löw.

Ansonsten sind nach Auskunft von Löw alle Spieler des 21-köpfigen DFB-Kaders fit. Erstmals sind auch die beiden 19 Jahre alten Abwehrspieler Lukas Sinkiewicz und Marcell Jansen dabei und besitzen durchaus gute Chancen auf ihr Debüt. Man werde versuchen, "dass alle Spieler zum Einsatz kommen".

© SID

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