Luhukay gibt auf
VfB Stuttgart ist schon wieder auf Trainersuche

Nach nur vier Zweitliga-Spieltagen schmeißt der erste Trainer hin: Jos Luhukay tritt als Trainer des VfB Stuttgart zurück. Gründe dürften der schwache Saisonstart der Schwaben und ein Streit mit dem Sportvorstand sein.

Der VfB Stuttgart muss sich schon nach vier Spieltagen einen neuen Trainer suchen. Der Niederländer Jos Luhukay ist von seinem Posten beim Fußball-Zweitligisten zurückgetreten. Der 53-Jährige hatte das Amt bei dem Bundesliga-Absteiger erst zur neuen Saison angetreten.

Vorausgegangen waren ein in der Öffentlichkeit ausgetragener Konflikt zwischen Luhukay und Sportvorstand Jan Schindelmeiser. Die beiden hatten nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Heidenheim am vergangenen Freitag keinen Hehl aus ihren unterschiedlichen Auffassungen über Spielertransfers und den Kader gemacht. Insbesondere auf die Neuzugänge Benjamin Pavard, Carlos Mané und Takuma Asano hatte Luhukay öffentlich sehr zurückhaltend reagiert. Der Coach hatte zudem kritisiert, dass er im Kader Spieler aus 15 verschiedenen Ländern habe.

Basis seiner Arbeit sei „immer eine einheitliche Linie aller sportlich Verantwortlichen bei Zusammenstellung und Führung des sportlichen Bereichs und ein uneingeschränktes Vertrauen der Vereinsverantwortlichen in meine Arbeit“ gewesen, sagte Luhukay weiter: „Diese Basis ist beim VfB Stuttgart nicht mehr vorhanden.“ Ein klarer Verweis auf den Streit der vergangenen Tage.

Luhukay hatte das Verhältnis zu Schindelmeiser, der erst knapp zwei Monate nach ihm beim VfB anheuerte, zuletzt als „wenig harmonisch“ bezeichnet – und dafür einen Rüffel vom stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Wilfried Porth erhalten. „Ich sehe mit Sorge, dass die Eskalation nach außen getragen wird. Ich sage bewusst: Das gilt besonders für den Trainer“, sagte der und ergänzte: „Für den Trainer gilt es, sich auf das zu konzentrieren, wofür wir ihn geholt haben.“

Stuttgart hat von den ersten vier Spielen bereits zwei verloren und steht vor dem fünften Spieltag in der Tabelle auf Platz neun. Der nächste Gegner am Samstag ist Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern (13.00 Uhr/Sky).

dpa 
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