Magath: „Gut, dass Pausen vorbei sind“
Bundesliga nimmt Fahrt auf

dpa DÜSSELDORF. Weniger Unterbrechungen, mehr Qualität - die Rückkehr zu einem „normalen“ Ablauf ohne Länderspiel- und Pokalpausen schürt die Hoffnung auf ein Ende der Tristesse.

Anders als in der bisherigen Saison mit nur sechs Auftritten in neun Wochen kämpfen die Bundesliga-Clubs von nun an bis zur Winterpause kontinuierlich um Punkte. Stellvertretend für viele Kollegen sprach Felix Magath von einem Neubeginn. „Gut, dass die Pausen vorbei sind. Unser Team ist noch nicht eingespielt, dazu war bisher keine Gelegenheit. Ich habe die Hoffnung, dass wir jetzt unseren Rhythmus finden“, sagte der Trainer des FC Bayern München vor dem Duell mit Spitzenreiter Hertha BSC.

Nicht nur die überraschende Führung der Berliner dokumentiert den Trend: Für viele Fachleute ist die Liga-Ausgeglichenheit Ausdruck des zerstückelten Plans. Nur sechs Punkte beträgt der Abstand zwischen dem Ersten und dem Letzten vor dem 7. Spieltag - so wenig wie nie zuvor. Auffällig ist zudem die hohe Zahl der Unentschieden: Bereits 20 Mal gab es Spiele ohne Sieger, nur 1989/90 waren es mehr (22). Diese Ausgeglichenheit der „Remis-Liga“ („Kicker“) wertete Hans- Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, als „Zeichen von Schwäche“.

Nach der letzten Länderspielpause des WM-Jahres soll die Liga endlich Fahrt aufnehmen. Dazu könnten das Spitzenduell der Bayern mit Hertha sowie der Krisengipfel zwischen dem Hamburger SV und Schalke 04 schon an diesem Wochenende beitragen. Trotz anhaltender Personalsorgen liebäugelt Hertha-Manager Dieter Hoeneß mit dem ersten Sieg der Berliner beim Rekordmeister seit 29 Jahren: „Die Ausgangsposition ist sehr günstig. Die Bayern haben Einiges zu verlieren, wir können nur gewinnen.“

Zwei Auswärtsschlappen in Bielefeld und Wolfsburg führten die Prognosen von der bayerischen Alleinherrschaft ad absurdum. Gleichwohl hofft Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf eine ähnlich engagierte Leistung wie auf internationaler Bühne und die Wiederherstellung der nationalen Machtverhältnisse: „In der Bundesliga müssen wir unseren Stil ändern.“

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