Magath kritisiert Umfeld
Schalke und das große Zittern vor dem Freiburg-Spiel

Das Punktekonto ist leer, die Fans sind verzweifelt: Nach vier Niederlagen steht Schalke 04 vor der Partie gegen den SC Freiburg gehörig unter Druck. Doch Trainer und Manager Felix Magath glaubt aber unerschütterlich an die sportliche Wende bei Schalke 04. Auch die weiteren Spiele des Mittwochabends haben es in sich.

HB GELSENKIRCHEN/DÜSSELDORF. Schalke-Macher Magath weiß um den Druck, der auf ihm und der Mannschaft lastet: "Natürlich ist die aktuelle Situation unbefriedigend und belastend. Aber ich bin weiterhin davon überzeugt, dass dieser Umbruch ohne Alternative ist, um Schalke so aufzustellen, dass wir in den nächsten Jahren Meister werden können", sagte der Trainer vor dem Auswärtsspiel heute (20.00 Uhr/Sky und Liga total! live) beim SC Freiburg.

Nach dem schlechtesten Bundesliga-Start der Vereinsgeschichte hat Magath das Thema Meisterschaft aber schon jetzt abgeschrieben. "Diese Mannschaft wird den Titel nicht holen können. Aber sie ist die Basis dafür, dass dies in den nächsten drei Jahren gelingt", sagte er der "Sport Bild". Schalke sei "besser aufgestellt als vor 15 Monaten. Deutlich besser", ergänzte Magath.

Der 57-Jährige sparte in dem Interview aber auch heftige Kritik nicht aus. Er sprach von "hausgemachten Problemen, die dem FC Schalke schaden". Unter anderem gebe es im Verein Menschen, "die den neuen Weg vom ersten Tag an nicht so gerne gesehen haben. Das mag zwar ein normaler Reflex sein. Es macht die Arbeit aber nicht leichter."

Magath hält nichts von Panikmache

Es sei ein Problem, dass der Club nicht einheitlich nach innen und außen auftrete. Im Verein machten "zu viele ihre eigene Politik". Erst wenn der Verein sich nicht mehr mit sich selbst beschäftige, sondern die Führung unterstütze, werde er stabil sein.

Eine "Panikmache" will Magath trotz des kapitalen Fehlstarts nicht mitmachen. Er räumte allerdings ein, in seiner bisherigen Amtszeit auch Fehler gemacht zu haben. "Dazu stehe ich auch", ergänzte er. Er habe sich zu sehr darauf verlassen, dass im Club die Notwendigkeit für Veränderungen allen klar gewesen sei. "Ich hätte nicht nur die Mannschaft und die Menschen, die eng am Team waren, mitnehmen, sondern allen im Verein mehr Aufmerksamkeit widmen müssen", meinte der Fußball-Lehrer. Die "Nase voll" habe er aber nicht.

Noch mag man sich beim Bundesliga-Schlusslicht gar nicht ausmalen, was eine weitere Niederlage bei den Breisgauern, die zuletzt dreimal in Folge siegreich waren, auslösen könnte. Dabei mithelfen, ein solches Schreckensszenario zu verhindern, könnte Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder. Der 29-Jährige hat seine Adduktorenprobleme überwunden und ist für Magath ungeachtet seiner Startprobleme eine Option. Magath schmunzelnd: "Jetzt ist es schon so weit, dass Christoph unser Hoffnungsträger ist."

Seite 1:

Schalke und das große Zittern vor dem Freiburg-Spiel

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%