Magaths Umstellungen brachten die Wende
Pizarro bewahrt Bayern vor bösem Erwachen

Aller Anfang ist schwer - auch für den nach drei Titeln strebenden FC Bayern München. „Das Glück bleibt uns treu“, bemerkte Nationalspieler Michael Ballack erleichtert nach dem 120-minütigen Pokal-Kraftakt gegen den forsch aufspielenden Außenseiter FSV Mainz 05.

dpa MÜNCHEN. Der Hinrunden-Dominator wankte beim 3:2 (1:1, 0:1)-Erfolg im Viertelfinale bedenklich. Aber die größere individuelle Klasse insbesondere des zweifachen Torschützen Claudio Pizarro bewahrte den Titelverteidiger beim Kaltstart nach der Winterpause vor einem bösen Erwachen.

Zum 19. Mal zog der Rekord-Pokalsieger (12 Titel) ins Halbfinale ein, aber der moralische Sieger war der Verlierer. „Die Mainzer haben eine geile Mannschaft“, lobte Bayern-Kapitän Oliver Kahn, „aber wir haben eiskalt zurückgeschlagen.“ Der Peru-Sturm mit Pizarro (81./94.) und Paolo Guerrero (94.), der den einmal mehr erfolglosen Torjäger Roy Makaay in den Schatten stellte, verhinderte vor 53 000 frierenden Zuschauern in der Allianz Arena die nach den Mainzer Treffern von Mohamed Zidan zum 0:1 (21./Foulelfmeter) und Petr Ruman zum 2:2 (106.) greifbare Sensation. „Lieber gut gespielt und 'raus, als beschissen gespielt und 'raus“, sagte FSV-Coach Jürgen Klopp.

Mainz verpasste den erstmaligen Einzug ins Pokal-Halbfinale, die Bayern sehen sich dagegen schon mit einem Bein erneut im Endspiel. „Wir sind schon bald in Berlin“, frohlockte Torschütze Guerrero. Nur noch ein Sieg im Halbfinale ist nötig. „Die Ziele sind greifbar“, sagte Ballack.

Uli Hoeneß gewann insbesondere der Kraft raubenden Verlängerung Positives ab. „Ich bin froh, dass wir 120 Minuten spielen mussten, denn die Mannschaft hatte keinen Rhythmus. Sie musste richtig arbeiten“, sagte der Manager, der deutliche Kritik übte: „In den ersten 45 Minuten waren wir gar nicht auf dem Platz.“

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