Fußball
Mainz hofft auf Wende - Rhein-Derby in Leverkusen

Der FSV Mainz 05 hofft heute im Rheinland-Pfalz-Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern auf die ersten Zähler. Währenddessen hat Bayer 04 Leverkusen mit Interimscoach Völler im Nachbarschaftsduell den 1. FC Köln zu Gast.

Sportlich gesehen trennen den FSV Mainz 05 und Bayer Leverkusen zwar momentan Welten, doch vor schwerwiegenden Problemen stehen sie beide. In Kaiserslautern und Köln wollen beide Klubs die Kurve kriegen.

Damit die nun fünf Partien andauernde Niederlagen-Serie der Mainzer im rund 80km entfernten Kaiserslautern endlich endet, fordert Trainer Jürgen Klopp von seinen Profis preußische Tugenden, vermeidet es aber, die Stimmung durch markige Sprüche zusätzlich anzuheizen. "Wir wissen, dass es ein wichtiges Spiel für unsere Fans ist, das ist es auch für uns. Es wäre aber unsinnig, in der momentanen Situation noch etwas draufzupacken. Alles geben ist die erste Bürgerpflicht", meinte der Coach.

Rückendeckung für Trainer Klopp

Der zuletzt etwas niedergeschlagen wirkende Klopp zeigte vor dem Spiel auf dem Betzenberg sogar Verständnis für die erstmals aufgetauchten Fragen nach seiner Person. "Das ist doch normal. Mir ergeht es ähnlich, wie einem, der in einem anderen Land mit null Punkten untendrin steht", sagte der 38-Jährige, der aber trotz der Pleiten-Serie sicher im Sattel sitzt. "Wir werden abolute Ruhe bewahren und dem Trainer den Rücken stärken", versprach Manager Christian Heidel.

Von der Krise beim Nachbarn wollen sich die Lauterer nicht blenden lassen und warnen vor den Gefahren im Kampf mit einem angeschlagenen Gegner. "Die Mainzer sind mit Sicherheit besser, als es ihr Tabellenplatz und ihre bisherige Bilanz aussagen. Die können mit jeder Mannschaft mithalten und haben bei uns doch nichts mehr zu verlieren. Das wird ein Kampf auf Biegen und Brechen, aber wir wollen gewinnen", meinte Nationalspieler Marco Engelhardt.

Völler drängt auf schnellen Nachfolger

Mit der gleichen Vorgabe geht auch Rudi Völler in die Partie gegen Köln. Allerdings will der Leverkusener Interims-Teamchef, der die Werkself am Sonntag bei seinem Einstand als Nachfolger von Klaus Augenthaler zu einem 3:1-Erfolg beim Aufsteiger MSV Duisburg geführt hatte, nicht mehr lange die Vorgaben machen. "Ich habe gesagt, dass ich das Amt bis zu einem gewissen Zeitpunkt übernehmen werde, aber nicht für lange", erklärte Völler, der um den Einsatz von Stürmer Andrej Woronin (Prellung) bangt. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser muss sich also trotz seines intensiven Werbens um Völler nach einem neuen Coach umsehen.

Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist Vizemeister Schalke 04 definitiv nicht. Der Klub erklärte vor dem Treffen der Altmeister beim 1. FC Nürnberg kurzerhand die Diskussion um Ralf Rangnick für ebenso beendet wie die um Manager Rudi Assauer. Ob Nationalspieler Kevin Kuranyi im Frankenstadion auflaufen wird, ist allerdings wegen der bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes fraglich. Ganz sicher verzichten müssen die Nürnberger, die Trainer Christoph Daum von Schalkes Champions-League-Gegner Fenerbahce Istanbul als Kiebitz im Stadion erwarten, auf ihren Torjäger Marek Mintal (Mittelfußbruch).

Auch Zebras warten noch auf ersten Sieg

Wie die Nürnberger und Mainzer warten die Duisburger noch auf den ersten Sieg. Ob der allerdings ausgerechnet bei Hertha BSC Berlin gelingt, ist fraglich. Schließlich ist Torwart Christian Fiedler seit 523 Pflichtspielminuten ohne Gegentor. Die Berliner bangen allerdings um den Einsatz des Türken Yildiray Bastürk (Rippenprellung).

Im Gegensatz zu Mainz, Nürnberg und Duisburg hat Trainer Giovanni Trapattoni am Samstag seinen ersten Erfolg mit dem VfB Stuttgart beim 2:1 in Mainz geschafft. Dennoch fehlt dem Italiener immer noch ein Heim-Erfolg, der ausgerechnet gegen den noch ungeschlagenen Hamburger SV eingefahren werden soll.

© SID

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