Mainz wartet auf ersten Sieg
Hertha gibt Tabellenführung ab

Hertha BSC hat seine Erfolgsserie auf elf Pflichtspiele ohne Niederlage ausgebaut, die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga aber dennoch abgeben müssen.

HB MAINZ. Die Berliner kamen am Samstag zu einem 1:1 (0:0) beim FSV Mainz 05 und behaupteten mit dem Teilerfolg fünf Tage vor dem schweren UEFA-Cup-Rückspiel in Odense zumindest ihre Position in der Spitzengruppe. Vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion brachte Bakary Diakité den Gastgeber in der 49. Minute in Führung, die Kevin Boateng (56.) ausglich. Die Mainzer warten damit weiter auf ihren ersten Bundesligasieg gegen die „Alte Dame“ aus Berlin. „Dass wir elf Spiele nicht verloren haben, spricht für uns und ist wichtig für das Selbstvertrauen“, stellte Hertha-Manager Dieter Hoeneß fest.

Gäste-Trainer Falko Götz musste sein Mittelfeld nach den Ausfällen von Yildiray Bastürk (Außenbandanriss) und Gilberto (Syndesmosebandriss) völlig umkrempeln. Patrick Ebert rückte auf die rechte Seite, Sofian Chahed in die Mitte und Boateng nach links. Der frühere U21-Nationalspieler leitete die erste Chance der Partie ein, als er Christian Gimenez in der 13. Minute gleich zwei Mal mustergültig bediente, der Doppeltorschütze aus dem Schalke-Spiel aber jeweils am glänzend reagierenden Dimo Wache scheiterte. Dies blieb allerdings das einzige offensive Achtungszeichen der pomadig agierenden Hertha im ersten Durchgang. „Wir haben mit einer sehr hohen Fehlerquote agiert und mussten deshalb viel laufen. Mit dem Punkt bin ich zufrieden, auch wenn wir hier gewinnen wollten“, konstatierte Götz. Auch FSV-Trainer Jürgen Klopp freundete sich schnell mit dem Remis an. „Das geht in Ordnung. Wir haben uns nach den Rückschlägen in Saarbrücken und Cottbus in unsere Form zurückgekämpft“, stellte Klopp fest.

Sein Team ließ über weite Strecken aber ebenfalls die nötige Kreativität vermissen, um die sichere Gäste-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Die erste Möglichkeit entsprang zwangsläufig einer Einzelleistung, als Abwehrspieler Du-Ri Cha (17.) mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Metern die Latte traf. Wenige Sekunden später köpfte Fabian Gerber den Ball aus Nahdistanz in die Arme von Gäste-Torwart Christian Fiedler. Der war auch bei einem Distanzschuss des auf der ganzen Linie enttäuschenden Mimoun Azaouagh (34.) auf dem Posten und rettete 120 Sekunden danach gegen Diakité. Kurz nach Wiederbeginn machte es der Mainzer Stürmer dann besser. Nach einer Ecke nutzte er die kurzzeitige Verwirrung in der Berliner Hintermannschaft und überwand Fiedler aus kurzer Entfernung. Die umjubelte Führung hielt allerdings nur sieben Minuten, weil sich auch die Gastgeber bei einer Berliner Ecke eine Auszeit nahmen. Boateng bedankte sich für den ihm gewährten Freiraum mit dem Ausgleich.

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