Manu und Lyon fast durch
Real schießt Krise weg

dpa MÜNCHEN. David Beckham schmorte auf der Ersatzbank, aber Real Madrid glänzte auch ohne den Glamour-Boy. Mit dem 4:1 bei Steaua Bukarest schossen die „Königlichen“ die Krise weg und wahrten mit dem zweiten Sieg in der Gruppe E der Champions-League ihre Achtelfinal-Chancen.

So gut wie durch sind Manchester United (Gruppe F) und Olympique Lyon (Gruppe E). Mit „Wunderstürmer“ Wayne Rooney als neuem Kapitän fertigte Manu den FC Kopenhagen mit 3:0 ab, Lyon landete mit dem selben Resultat bei Dynamo Kiew ebenfalls den dritten Sieg in Serie. Hamburgs Gruppengegner Arsenal London mit Jens Lehmann im Tor verpasste mit dem 0:1 bei Zska Moskau eine Vorentscheidung für den Einzug in die nächste Runde.

Fußball verkehrt im russischen Winter: Während die Kälte anfälligen Zska-Brasilianer Daniel Carvalho, der Lehmann mit einem unhaltbaren Freistoß überwand, Dudu und Vagner Love wie an der Copacabana zauberten, froren die „Gunners“ regelrecht ein und fühlten sich am Ende sogar betrogen. Arsenal-Torjäger Thierry Henry war außer sich vor Wut. „Der Schiedsrichter war eine Schande. Das war niemals ein Handspiel“, beschimpfte er den spanischen Unparteiischen Mejuto Gonzales, der das späte Ausgleichstor des Franzosen wegen Handspiels nicht gegeben hatte. „Alle wichtigen Entscheidungen fielen gegen uns“, beklagte sich Londons Trainer Arsene Wenger, dessen Team nach der ersten Niederlage hinter Moskau auf Platz zwei abrutschte.

Im Duell um den zweiten Platz in Gruppe E hinter Lyon feierte Real Madrid einen wichtigen Sieg und kehrte nach dem peinlichen 0:1 gegen den Schuster-Club Getafe auf Erfolgskurs zurück. Nach den Treffern von Sergio Ramos, Raul, Robinho und Ruud van Nistelrooy bescheinigte Trainer Fabio Capello, der Superstar Beckham erst nach 70 Minuten einwechselte, seiner Mannschaft „Qualität und Klasse. Jetzt packen wir auch Barcelona“. Auch Spaniens Medien fiebern dem Duell der Erzrivalen im Meisterschaftsspiel entgegen. „Das ist das Real, das wir sehen wollen. Jetzt zittert der FC Barcelona vor Real“, schrieb die Zeitung „As“.

Manchester United fehlt nach dem dritten Sieg nur noch ein Punkt zum Achtelfinaleinzug. Ex-Nationalspieler Paul Scholes mit seinem ersten Tor seit fast zehn Monaten, John O'Shea und Kieran Richardson machten den Erfolg gegen Dänemarks Meister Kopenhagen perfekt. „Drei Tore, drei Punkte und ein wichtiger Sieg“, jubelte Wayne Rooney. Der 20-jährige Nationalspieler trug erstmals die Kapitänsbinde, weil die etatmäßigen Spielführer Rio Ferdinand (verletzt) und Ryan Giggs (krank) kurzfristig ausgefallen waren. „Wayne hat seine Sache fantastisch gemacht“, lobte Manu-Manager Alex Ferguson den Stürmerstar.

Mit neun Punkten ist Manu souveräner Gruppenerster vor Celtic Glasgow, das mit dem deutlichen 3:0 gegen Benfica Lissabon überraschte. Die Schotten feierten den „magischen“ Kenny Miller, der mit zwei Toren innerhalb von elf Minuten die Weichen auf Sieg stellte. „Dieser klare Erfolg hat unsere wildesten Erwartungen übertroffen“, stellte Celtic-Coach Gordon Strachan zufrieden fest.

Trotz Unterzahl nach dem Platzverweis von Daniele Bonera (48. Minute) setzte sich der AC Mailand bei RSC Anderlecht mit 1:0 durch und verteidigte mit sieben Punkten die Tabellenführung in Gruppe H vor dem OSC Lille (3:1 gegen AEK Athen). „Kakas Wunder. Als Milan nur noch zu Zehnt war, war Kaka ein Mann mehr“, feierte die „Gazzetta dello Sport“ den Brasilianer nach dessen 13. Champions-League-Treffer. RSC-Trainer Frank Vercauteren: „Typisch Milan. Sie haben aus wenigen Chancen das Tor gemacht, und der Rest war perfekte Organisation“.

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