Marken-Ranking Bundesliga 2015
Wie die Deutschen die 36 Profi-Klubs sehen

Fast jeder kennt den FC Bayern München. Doch längst nicht jeder mag den Rekordmeister. Die Klubs der Herzen kommen aus dem Norden der Republik oder schaffen mit wenig Geld sehr viel. Das Marken-Ranking im Profi-Fußball.
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DüsseldorfDer FC Bayern München sammelt einen Titel nach dem anderen. Sportlich ist auch in dieser Bundesliga-Saison kein wirklicher Konkurrent für den deutschen Fußball-Rekordmeister in Sicht. Die Erfolge bedeuten allerdings nicht, dass die Münchener auch über die beste Marke im Profi-Fußball verfügen. Denn nach Ansicht der Experten von der Technischen Universität Braunschweig zählen dafür nicht nur Bekanntheit und Titel, sondern auch Sympathie. Wenn einem Klub also sehr starke negative Gefühle entgegengebracht werden, beeinträchtigt dies nach Ansicht der Braunschweiger Forscher auch die Strahlkraft der Marke.

Auf einer Welle der Sympathie schwimmt nach wie vor Borussia Dortmund. Der BVB lag in der vergangenen Saison zeitweise am Tabellenende und schaffte es nach einer fulminanten Aufholjagd so gerade auf den siebten Platz. Das bietet zwar die Chance auf den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Doch die wesentlich attraktivere Champions League verpasste der Verein sehr deutlich.

Dennoch hat die Marke „BVB“ nur wenig an Strahlkraft verloren. Unangefochten ging die Borussia aus Dortmund deshalb als Sieger aus einer repräsentativen Umfrage unter 4031 Befragten in Deutschland hervor. Die Erhebung, die dem Handelsblatt vorab exklusiv vorliegt, fand online im Zeitraum zwischen dem 21. und 30. Juli 2015 mittels eines standardisierten schriftlichen Fragebogens statt.

Im Markenindex der Technischen Universität Braunschweig erreichten die Dortmunder den Wert von 65,44 Punkten – sieben Punkte mehr als der Zweitplatzierte. Das hatten die Autoren der Studie „Die Markenlandschaft der Bundesliga“ nicht unbedingt erwartet.

Schließlich musste der Verein auch das Ende der Ära Jürgen Klopp verkraften. Im Bild der Deutschen konnte der Klub jedoch „in den zurückliegenden Jahren ein solides Markenfundament aufbauen, das sich als weitgehend robust gegenüber den negativen sportlichen Entwicklungen in der zurückliegenden Spielzeit zeigt“, so das Fazit über den Sieger.

Auf Rang zwei landete überraschend die Borussia aus Mönchengladbach, die sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze verbesserte. „Wie kaum ein anderer Bundesligaverein konnte sich Borussia Mönchengladbach in den zurückliegenden Jahren auf und neben dem Platz positiv fortentwickeln“, heißt es in der Studie. Der Verein zähle nun auch in der öffentlichen Wahrnehmung als Vereinsmarke zu den „Top-Adressen“ im deutschen Profi-Fußball.

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