Matchwinner Schweinsteiger
Basel erlebt die Rückkehr der Dusel-Bayern

Der FC Bayern München hält weiter Kurs auf das Achtelfinale in der Champions League. In Basel feierte die erneut phantasielos aufspielende Mannschaft von Trainer Louis van Gaal einen glücklichen Last-Minute-Sieg. Matchwinner war Bastian Schweinsteiger.
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HB BASEL. Der Nationalspieler bescherte dem FC Bayern mit einem verwandelten Foulelfmeter (56.) und seinem späten Siegtreffer (89.) einen glücklichen 2:1 (0:1)-Sieg und damit den lang ersehnten Befreiungsschlag. Vor 37 500 Zuschauern im ausverkauften St.-Jakob Park waren die Bayern am Dienstagabend durch einen verheerenden Ballverlust von Daniel van Buyten in Rückstand geraten: Der ehemalige Bundesliga-Profi Alexander Frei hatte die Gastgeber mit seinem ersten Tor in der Königsklasse in Führung gebracht (18.). Mit sechs Punkten bleiben die Münchner Tabellenführer der Gruppe E. In drei Wochen haben die Bayern beim rumänischen Meister CFR Cluj die Gelegenheit, im Kampf um den Einzug in die Runde der letzten 16 für eine Vorentscheidung zu sorgen.

"Nur die Punkte sind wichtig"

"Nur die Punkte sind wichtig. Keiner kann uns einen Vorwurf machen, dass wir nicht wollen. Dennoch: Wir beginnen wie die Feuerwehr, kassieren wieder ein unnötiges Gegentor und treffen dann vorne lange nichts. Die Mannschaft hat aber wieder gezeigt, was sie mental drauf hat", sagte WM-Torschützenkönig Thomas Müller. Vorstandboss Karl-Heinz Rummenigge war zufrieden: "Wir haben besonders in der zweiten Halbzeit gut gespielt. Natürlich ist das glücklich, wenn man in der letzten Minute das Siegtor schießt. Aber mit sechs Punkten aus zwei Spielen sind wir der Qualifikationsrunde ein gehöriges Stück näher gekommen."

Basels Trainer, der ehemalige Bayern-Profi Thorsten Fink, war dagegen "sehr enttäuscht. Es war typisch, dass Schweinsteiger das Tor gemacht hat, weil er mental einfach sehr stark ist. Schade, dass wir in der letzten Minute das Tor bekommen haben."

In der Bundesliga, in der die Bayern mit acht Punkten aus sechs Spielen nur den neunten Platz belegen, sei es bereits "fünf vor Zwölf", hatte Sportdirektor Christian Nerlinger vor der Begegnung betont. Dort kommt schon am Sonntag bei Borussia Dortmund die nächste Chance zur Korrektur des schwachen Saisonstarts mit nur zwei Siegen in sechs Spielen. Allein: Angesichts der in Basel erneut eklatanten Probleme im Offensivspiel darf bezweifelt werden, ob der FC Bayern so schnell die Kurve bekommt, wie es die Bosse hoffen.

Einen Tag nach seiner Vertragsverlängerung hatte Bayern-Coach Louis van Gaal das Team nur auf einer Position umgestellt: Für Ivica Olic kam zumindest für eine Halbzeit Hamit Altintop, der auf der rechten Seite den verletzten Arjen Robben ersetzte. Damit gab der Trainer der ganzen Mannschaft ein Signal - und die Chance zur Wiedergutmachung. Und dies versuchten die Bayern in der Anfangsphase auch ganz entschlossen, sie diktierten das Spiel, wirkten spritzig und hellwach.

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