Medien
Kerner soll Bundesliga-Kanal führen

Johannes B. Kerner ist auf der Suche nach neuen Aufgaben. Offenbar will er dem Sport mehr erhalten bleiben als "nur" durch das Moderieren der Champions League bei Sat 1. Wie das Handelsblatt erfuhr, ist Kerner kurz vor dem Vertragsabschluss mit Constantin Medien. Er soll das Gesicht eines neuen Bundesliga-Internetsenders werden.

DÜSSELDORF. Der frühere ZDF-Moderator Johannes Kerner soll das Gesicht des neuen Bundesliga-Internetsenders mit dem Namen "Liga total" werden. "Die Gespräche mit Kerner sind schon weit gediehen", sagte Rainer Hüther, stellvertretender Vorstandschef der Constantin Medien, dem Handelsblatt. Das Unternehmen spreche aber auch mit anderen prominenten Moderatoren.

Kerner ist ein langjähriger Sportkommentator und Talkmaster. Der 44-Jährige sucht derzeit nach neuen Aufgaben: Nach zwölf Jahren beim ZDF wechselt er zum Anfang des nächsten Jahres zum Münchener Privatsender Sat 1. Dort wird er unter anderen die Spiele der Champions League moderieren.

Bei der Constantin Medien, Muttergesellschaft des Deutschen Sportfernsehens (DSF), laufen bereits die Vorbereitungen für den neuen Internetkanal auf Hochtouren. Wie gestern die Deutsche Telekom bestätigte, wird ab der nächsten Saison die Constantin Medien und nicht mehr der langjährige Partner Premiere die Übertragung der Fußball-Bundesliga über Internet und Handy produzieren. Damit ist auch Leo Kirch wieder am Ball - er hält direkt und indirekt rund 25 Prozent an der Constantin Medien.

Hüther gilt es enger Vertrauter von Leo Kirch und dessen Partner Dieter Hahn. Der Medienunternehmer Kirch soll aber beim Bieterwettbewerb keine Rolle gespielt haben. "Die Telekom will zu Premiere ein differenziertes Produkt. Deshalb haben wir den Zuschlag erhalten", sagte Hüther.

Die Zeit für Constantin drängt, denn bereits am 7. August beginnt die neue Fußball-Bundesliga-Saison. Bis dahin müssen Technik und Redaktion stehen. In den nächsten Tagen soll dafür das Unternehmen mit Sitz im Münchener Vorort Ismaning gegründet werden. Dort sitzen bereits die Constantin-Töchter DSF und Plaza Media.

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